Eine Person im Krankenhaus

Großeinsatz: Beißender Geruch in Northeimer Mehrfamilienhaus

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Großeinsatz: In diesem Mehrfamilienhaus klagten Anwohner über gereizte Atemwege. 

Northeim. Großeinsatz an der Northeimer Matthias-Grünewald-Straße: Ein beißender Geruch im Treppenhaus hat gegen 18 Uhr über 60 Einsatzkräfte auf den Plan gerufen.

Die zwölf Hausbewohner meldeten den ungewöhnlichen, nach Chemikalien riechenden Geruch und klagten über Atemwegsreizungen. Einsatzleiter Sebastian Schipper von der Feuerwehr Northeim konnte diesen „beißenden Geruch“ beim Eintreffen bestätigen. „Mehrere Personen standen bereits hustend an der Straße“, berichtet Schipper.

Aktualisiert um 20.57 Uhr

Aus diesem Grund wurden nicht nur zusätzliche Einsatzkräfte, unter anderem die Umweltfeuerwehr, nachalarmiert, sondern auch für den Rettungsdienst ein sogenannter Massenanfall von Verletzten angenommen.

Mit drei Trupps unter schwerem Atemschutz und zusätzlicher Schutzausrüstung wurde das Gebäude abgesucht, unter anderem auch der Hausmüll. So sollte herausgefunden werden, was den beißenden Geruch ausgelöst hat.

Da die Messgeräte der Feuerwehr den Stoff nicht identifizieren konnten, wurde eine Spezialfirma aus Göttingen angefordert. „Die betroffenen Bewohner werden vor Ort entkleidet und erstbehandelt“, sagte Kreisbrandmeister Bernd Kühle vor Ort. So sollte eine mögliche Verschleppung des noch unbekannten Stoffes in die umliegenden Krankenhäuser vermieden werden. Eine Person musste letztlich ins Krankenhaus, bei zwei weiteren Bewohnern sowie Einsatzkräften konnten nach der Untersuchung keine Verletzungen festgestellt werden.

Beißender Geruch: Großeinsatz der Feuerwehr in Northeim

Gegen 20 Uhr konnten die Bewohner das Haus wieder betreten, heißt es von der Polizei auf HNA-Nachfrage. Die Ermittlungen laufen. Unter anderem wurde eine Flüssigkeit im Hausflur gefunden. Worum es sich dabei handelt, und ob sie den Geruch ausgelöst hat, ist noch unklar.

Im Einsatz waren sämtliche Rettungsdienste, unter anderem auch Rettungsassistenten und der Rettungswagen der Northeimer Conti. Die Matthias-Grünewald-Straße war im betroffenen Bereich voll gesperrt.

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