Traditionell mit Grünkohl

Großer Bahnhof beim Sebastiansschmaus der Schützen

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Der Schmaus: Traditionell gibt es Grünkohl. Vom Kasseler und den Würsten gab es Nachschlag.

Northeim. Was braucht der Schütze außer einem sicheren Auge und einer ruhigen Hand? Nachdem was in den Reden beim Northeimer Sebastiansschmaus alles aufgezählt wurde: allerhand.

Aber am nachdrücklichsten tauchten die Begriffe Kameradschaft, Spaß und Freude auf. Neben einer ganzen Reihe von anderen Dinge wie Ruhe, Ausdauer, aber auch Appetit und Ehrgeiz, betonten Präsident der Bürgerschützengesellschaft (BSG) Hans-Bernhard Heynold und als Festredner der Ehrenvorsitzende der Northeimer Freihandschützen, Walter Bühnemann, vor über 400 Gästen im Lux-Saalbau.

BSG-Präsident Hans-Bernhard Heynold (am Rednerpult) erteilte Selbsthilfegruppen im Schützenwesen eine Absage.

Wie wenig bei anderen Gelegenheiten beliebte Lösungsstrategien wie die Gründung von Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen den Schützen bei der Suche nach dem richtigen Weg in die Zukunft helfen können, machte Heynold in seiner pointierten Rede klar. Dabei erinnerte er seiner Schützenbrüder und -schwestern auch daran, dass es beim Schützenwesen nur um ein Hobby gehe, bei dem man Spaß haben solle.

Allerdings hatte der BSG-Präsident die Vorstände der in der BSG vereinigten Schützenvereine schon in seiner Begrüßung daran erinnert, dass die jeweiligen Jahreshauptversammlungen den Beschluss zur Fusion fassen sollen, damit diese spätestens zum 31. März nächsten Jahres vollzogen werden könne.

Auch die aktuellen Fragen der Northeimer Kommunalpolitik zogen sich ebenfalls durch die Redebeiträge. So brachte Walter Bühnemann in die Diskussion um die Zukunft von Rathaus und Sturmbäume-Gelände eine neue Variante ein: Das noch nicht abgerissene ehemalige Krankenhaus könnte doch künftig als Rathaus genutzt werden. Und das Gebäude am Scharnhorstplatz stünde dann als Altenheim zur Verfügung.

Um den von ihm geplanten auf dem Sturmbäume-Gelände Supermarkt für die Ratsmehrheit genehmigungsfähig zu machen, schlug Bühnemann Investor und FDP-Ratsherr Tobias Schnabel eine Verkleinerung des Marktes durch Outsourcing vor: Die SPD könnte doch den Getränkemarkt übernehmen und die CDU die Käseabteilung.

Der HNA schlug Bühnemann außerdem vor, den Liberalen ein Zeilenhonorar zu gewähren. Schließlich habe der FDP-Vorschlag, dem Bürgermeister einen Referenten zur Unterstützung an die Seite zu stellen, die Lokalzeitung mit haufenweisen Leserbriefen gefüllt.

Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser betonte die Bedeutung einer ruhigen Hand für einen Schützen. Die Hand des Northeimer Stadtrates sei aber zu ruhig. Es müsse auch mal entschieden werden.

Als Stadthauptmann machte CDU-Ratsfrau Else Heidelberg deutlich, wie weit sich die Ballerspiel am Computer gewöhnte Jugend von den Schützen entfernt hat.

Von Olaf Weiss

Sebastiansschmaus der Northeimer Schützen

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