SPD und Grüne: Schutzengel-Projekt soll weiter bestehen

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Schutzengel für Schutzengel: Die Fraktions-Chefs der Mehrheitsgruppe im Northeimer Kreistag, Martin Wehner (SPD) und Johannes Antpöhler, im „Einsatz“.

Northeim. Der ADAC hat das sogenannte Schutzengel-Projekt für beendet erklärt.

Daher macht sich die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Northeimer Kreistag dafür stark, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen. Hierzu soll die Landrätin beauftragt werden, unter Einbeziehung der bisherigen Netzwerkpartner ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.

Das Schutzengel-Projekt hatte zum Ziel, Fahranfänger davon zu überzeugen, sich nach dem Konsum von Alkohol oder anderer berauschender Mittel nicht mehr ans Steuer zu setzen. Dazu haben junge Menschen als „Schutzengel“ ehrenamtlich viel Informations- und Aufklärungsarbeit im Umfeld von Discotheken, Stadtfesten und anderen Veranstaltungen geleistet. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem vom Lukas-Werk und von der Verkehrswacht. Ein weiterer Kooperationspartner war das Präventionsteam der Polizei, die eine Fortführung des Projektes in der bewährten Form ausdrücklich befürwortet.

„Wir begrüßen den Vorschlag, die vorhandenen Strukturen beizubehalten und die Arbeit fortzusetzen“, sagte Polizeisprecher Uwe Falkenhain. „Das Konzept, insbesondere Fahranfänger auf diese Weise zu schützen, hat auf jeden Fall gegriffen.“

Keine andere Initiative für junge Menschen habe im Landkreis Northeim mehr Leben geschützt und gerettet als das Schutzengel-Projekt, heißt es in der Pressemitteilung von SPD und Grünen. Das sei durch die Verkehrsunfallzahlen der vergangenen sechs Jahre belegt. Im Jahr 2015 sei zum wiederholten Mal kein junger Mensch aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Die Vorstellungen des ADAC, der das Projekt unter neuem Namen neu ausrichten möchte, sollen laut SPD und Grünen inhaltlich aber in das neue Schutzengel-Konzept mit eingebunden werden.

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