Grüne: Keine Autos in die Fußgängerzone

Hans Harer

Northeim. Der Ortsverband Northeim der Bündnisgrünen hat den Plan der Stadt Northeim, die Fußgängerzone teilweise für den Autoverkehr in einer Testphase wieder zu öffnen, stark kritisiert.

„Wir versprechen uns keine neuen Erkenntnisse von dieser Probephase“, schreibt Vorstandssprecher Hans Harer.

Es sei nicht vorstellbar, dass sich innerhalb einer nur sechsmonatigen Probephase etwas an den Leerständen in der Innenstadt ändern werde, heißt es weiter. Der Immobilienmarkt reagiere viel langsamer. Auch werde sich in dieser kurzen Zeit keine Veränderung des Einkaufsverhaltens oder von Käuferströmen nachweisen lassen.

Die Grünen könnten sich nicht vorstellen, das Autoverkehr die Innenstadtgeschäfte belebe. Harer: „Wer jetzt schon auf der grünen Wiese einkauft, wird dies auch weiter tun“. Das Problem der Innenstadtgeschäfte liege eher an einem generell veränderten Kaufverhalten durch vermehrte Käufe im Internet.

Andererseits würden durch eine Öffnung die Käufergruppen, die man jetzt in der Innenstadt antreffe, nämlich insbesondere Senioren und Eltern mit Kindern durch Autoverkehr abgeschreckt.

Erlebnis-Charakter stärken

Die Stärken der Innenstadt, so die Grünen, lägen doch gerade im Erlebnis-Charakter, den man beim Einkauf in der Fußgängerzone habe. Dieser bestehe darin, dass man neben dem Einkauf auch einmal ungestört im Straßencafé sitzen und Rast machen könne.

Anstatt Autos in die Flaniermeile zu lassen, sollten diese Stärken weiterentwickelt werden, fordern die Grünen. Sie schlagen vor, mehr Sitzgelegenheiten, Blumenrabatten und Spielgeräte zu installieren. Denkbar seien auch Ladestationen für Elektro-Räder, eventuell eine Fahrradspur. 

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