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Auf Grüner Welle bald durch Northeim?

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Von: Axel Gödecke

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Im Bild die Bahnhofskreuzung, eine von sechs Ampelkreuzungen im Zuge der B 3 in Kernbereich Northeim.
Mehr Grün an den Ampeln sowohl für Autofahrer als auch für Radfahrer soll es in Northeim geben. Die Stadt soll die Kosten für die Grüne Welle ermitteln, fordert die Politik. Im Bild die Bahnhofskreuzung, eine von sechs Ampelkreuzungen im Zuge der B 3 in Kernbereich Northeim. © Axel Gödecke

In der Stadt Northeim soll es künftig mehr zusammenhängende Grünlichtphasen auf den Durchgangsstraßen geben.

Northeim - Aber auch Radfahrer und Fußgänger sollen von einer Optimierung der Ampelschaltungen an großen Kreuzungen profitieren und weniger lange warten müssen, so die einhellige Meinung im zuständigen Ratsausschuss.

Den von den Grünen eingebrachten, aber gemeinsam von SPD und Grünen erstellten Antrag, begrüßte der Ratsausschuss für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Sicherheit einmütig. Ziel des Antrags sei es, dass die Stadtverwaltung evaluieren soll, inwiefern eine Verbesserung der Ampelschaltungen im Gebiet der Stadt Northeim in Form einer „Grünen Welle“ für den gesamten Straßenverkehr möglich ist.

Dies solle den Autoverkehr allerdings ebenso einschließen wie den Rad- und Fußverkehr, sagte das grüne Ratsmitglied, Nick Hartmann, bei der Vorstellung des Antrags. Für Letztere sei es insbesondere wünschenswert, dass die Notwendigkeit eines manuellen Signals wegfalle. „Stattdessen sollten die Ampelschaltungen automatisch umspringen, passend zum motorisierten Verkehr. Die Grüne Welle könnte durch eine bessere Kommunikation der diversen Ampelanlagen untereinander erfolgen, kommentierte Nick Hartmann. Kürzere Wartezeiten an den Kreuzungen an Radwegen, erleichterten für Manchen auch den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad.

Michael Wolf, Sprecher der SPD-Ratsfraktion im Ausschuss, ergänzte, dass ein besserer Verkehrsfluss auch CO2- und Lärmemissionen senken würden. Wolf: „Wir sind gespannt auf die Evaluierung der Machbarkeit und der Kosten.“

Stephan Bokelmann (CDU) schlug sogar eine Fortschreibung der städtischen Verkehrsentwicklungsplanung vor, damit es ein Gesamtkonzept für den Verkehrsfluss in der Stadt gebe, an der sich auch die Grüne Welle orientieren könnte. Von dem rieten allerdings sowohl Berthold Ernst (SPD) als auch Eckhard Ilsemann (FDP) ab. Man sollte lieber die Grüne Welle für sich erst einmal angehen und dabei zudem sich auf die großen Straßen (Göttinger Straße, Einbecker Landstraße, B 241) und große Kreuzungspunkte konzentrieren, um zeitlich schneller voranzukommen.

Der Konzentration auf Schwerpunkte schloss sich auch der Ausschuss an. Bürgermeister Simon Hartmann ergänzte, dass man schon seit 40 Jahren die Grüne Welle in der Diskussion habe.

Kosten sollen ermittelt werden

Allerdings hätten sich die Wünsche früher immer nur auf die Optimierung des motorisierten Verkehrs bezogen. Man werde jetzt zügig Kontakt zur Straßenbaubehörde in Bad Gandersheim, die ja Träger der Bundesstraßen sei, aufnehmen, um Kosten und Machbarkeit zu ermitteln.

Ergebnisse solle die Verwaltung spätestens in sechs Monaten den städtischen Gremien vorlegen, hieß es im Ausschuss. (Axel Gödecke)

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