Verwaltung stellt überarbeiteten Bebauungsplan vor

Grünes Dach für Amazon im Northeimer Industriegebiet West

Luftbild Fläche für neues Industriegebiet
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Blick aus der Vogelperspektive: Unser Foto zeigt den südlichen Teil des geplanten Industriegebietes West, in dem das Unternehmen Amazon sein Logistikzentrum bauen möchte.

Die Northeimer Stadtverwaltung hat den neuen Zeitplan für das Industriegebiet West vorgestellt.

Northeim – Der Rat der Stadt Northeim soll am 16. Dezember den Bebauungsplan für das neue Industriegebiet West beschließen.

In dem überarbeiteten Entwurf, der auch in der heute stattfindenden Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt auf der Tagesordnung steht, wurden laut Bürgermeister Simon Hartmann alle Kritikpunkte aus Reihen der Politik berücksichtigt, an denen Ende des vergangenen Jahres die Verabschiedung des Bebauungsplans gescheitert waren.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Hartmann und betonte, dass weiterhin von einer Realisierung der Investitionspläne sowohl der Firma Thimm als auch von Amazon auszugehen sei. Folgende Änderungen wurden unter anderem in den nunmehr dritten Entwurf eingearbeitet:

- Die Querung der Bahnanlagen zur Anbindung des von Thimm geplanten Hochregallagers an den bisherigen Standort wurde aus dem Bebauungsplan herausgenommen, da dafür ohnehin ein gesondertes Genehmigungsverfahren über das Eisenbahnbundesamt nötig wäre.

- Die bestehende 110 kV-Freileitung bleibt erhalten, was eine Verkürzung und Verlagerung der Erschließungsstraße zur Folge hat.

- Die zulässige Höhe der Gebäude im südlichen Teil wurde um fünf Meter auf 21 Meter erhöht, um den Bau eines Parkhauses zu ermöglichen.

- Die Schaffung und Pflege von Ausgleichsflächen soll sowohl an die Klosterkammer als auch an private Landwirte vergeben werden. Unter anderem soll östlich der Leine ein Galeriewald entstehen, damit von Höckelheim aus das geplante Hochregallager nicht zu sehen ist.

- Die Überprüfung des Bestandes an Feldlerchen hat ergeben, dass direkt vor Ort lediglich Ausgleichsflächen für drei Brutpaare geschaffen werden müssen.

- Zur Verbesserung des Lokalklimas und als praktischer Artenschutz für Insekten wird eine Dachbegrünung vorgeschrieben.

- Großflächige Parkplätze sollen wasserdurchlässig gestaltet werden.

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