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Grünes Licht vom Northeimer Rat für Kita-Bau am Waldrand

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Von: Axel Gödecke

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Das ehemalige Restaurant Waldschänke am Northeimer Sultmer muss für den Kita-Neubau abgerissen werden. Auch das treibt den Neubaupreis in die Höhe.
Das ehemalige Restaurant Waldschänke am Northeimer Sultmer muss für den Kita-Neubau abgerissen werden. Auch das treibt den Neubaupreis in die Höhe. © Axel Gödecke

Der Stadtrat Northeim gab den Weg frei für den Neubau einer Kindertagesstätte am Sultmer. Träger ist der Kinderschutzbund.

Northeim - Der Northeimer Kinderschutzbund darf seine neue Kindertagesstätte, so wie von ihm geplant, am Waldschänkenweg am Northeimer Sultmer-Waldrand bauen, auch wenn der Neubau mit 4,5 Millionen Euro relativ teuer ausfallen wird. Das hat der Northeimer Stadtrat mit großer Mehrheit von 24 Ja-Stimmen der SPD, CDU und der Grünen beschlossen.

Das Votum ist für den Verein als Träger und Betreiber der Kita wichtig, denn mit dem positiven Ratsvotum ist gewährleistet, dass er von der Stadt Landkreiszuschüsse in Höhe von 183 000 Euro für den Kitabau weitergeleitet bekommt und die Stadt später auch das Defizit ausgleicht, das die Einrichtung einfährt, wie dass bei jeder anderen Kita auch der Fall ist.

Dass das Ratsvotum nicht einstimmig ausfiel, sondern eine Genstimme von Eckhard Ilsemann (FDP) und zwei aus den Reihen der FUL sowie vier Enthaltungen zu verzeichnen waren, lag an den hohen Baukosten der Einrichtung. Diese führen dazu, dass die monatliche Miete, die der Kinderschutzbund als Mieter an den Investor, die Bad Gandersheimer Part AG, zu zahlen haben wird, bei 21 500 Euro monatlich liegen wird. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von 25 Euro. Letztlich hat die Stadt den Preis über den Defizitausgleich mit zu bezahlen.

Die Kritiker sprachen denn auch von einem „Bauchschmerzpreis“ (Tomas Sinadowski/FDP). Für Ilsemann (FDP) war neben einem deutlich zu hohen Mietpreis zudem die Abholzung von Bäumen am Waldrand ein Problem. Malte Schober (CDU) kritisierte trotz der Zustimmung seiner Fraktion zu einem begrüßenswerten Projekt, dass Land und Bund zu hohe Vorgaben machten, denen es zu verdanken sei, dass die schöne integrative Einrichtung mit Küche nun zweigeschossig gebaut werden müsse. Das treibe den Preis hoch.

Maik Schmitz (AfD) forderte das Land auf, endlich seine Zuschüsse an die Städte und Gemeinden für die Neuschaffung von Kita-Plätzen deutlich zu erhöhen.

Franziska Lawrenz (SPD) begrüßte, dass der Kinderschutzbund 33 zusätzliche neue Kita-Plätze mit Krippe schaffe und forderte analog zu allen anderen Fraktionen die Stadt, den Betreiber und den Investor auf, zusätzliche Fördergelder einzuwerben und zudem den kalkulierten Baupreis zu senken.

Kämmerer Jörg Dodenhöft wies vor der Abstimmung darauf hin, dass der Quadratmeterpreis für einen Kita-Neubau nicht verglichen werden könne mit der Miete einer normalen Gewerbeimmobilie, wie das einige Ratsmitglieder mit Preisen um die zehn Euro von getan hätten. Schließlich werde hier auf einem Abrissgrundstück eine Kita nach einem integrativen Ansatz neu gebaut.

33 zusätzliche Plätze entstehen

Entstehen soll auf dem Grundstück am Waldschänkenweg nach Abriss des ehemaligen Restaurants Waldschänke eine Kindertagesstätte mit zwei Kindergartengruppen (eine davon integrativ) und einer Krippengruppe. Es soll ein Ersatzbau für den bestehenden Kinderschutzbund-Kindergarten an der Reddersenstraße werden, der nur eine Kindergartengruppe hat. Entstehen werden im Neubau 33 neue Betreuungsplätze. Mit einer Inbetriebnahme wird im Laufe des Kindergartenjahres 2024/25 gerechnet. (Axel Gödecke)

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