Schulträger setzt auf externen Dienstleister zur EDV-Optimierung

Northeim: Grundschulen sollen neue Geräte und W-Lan bekommen

Lernen mit iPads: Diese Fünftklässler in einer Schule im niedersächsischen Gehrden nutzen die Geräte im Englischunterricht. Geld aus dem Digitalpakt kann auch für die Geräte-Ausstattung genutzt werden.
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Lernen mit iPads: Diese Fünftklässler in einer Schule im niedersächsischen Gehrden nutzen die Geräte im Englischunterricht. Geld aus dem Digitalpakt kann auch für die Geräte-Ausstattung genutzt werden.

Die bislang schleppende Umsetzung des Digitalpakts an Northeimer Schulen soll jetzt mehr Schwung bekommen.

Northeim - Für eine schnellere Umsetzung schlägt die Stadtverwaltung vor, mit der KDG (Kommunale Dienste Göttingen, Anstalt des öffentlichen Rechts) einen externen Dienstleister als Planer und Koordinator für die Umsetzung zu beauftragen.

Am Geld scheitern dürfte das Aufpeppen der Northeimer Grundschulen in Sachen EDV sowohl was die Ausstattung mit Endgeräten, Whiteboards und Computerprogrammen als auch die Versorgung mit W-Lan in allen Schulräumen betrifft, nicht. Schließlich stellen Bund und Land aus dem Digitalpakt fast 400.000 Euro allein nur für die sechs Grundschulen im Northeimer Stadtgebiet zur Verfügung, die es auch abzurufen gilt.

Die Stadt hat die einzelnen Beträge für die Schulen schon ausgerechnet, basierend auf der niedersächsischen Förderrichtlinie, die einen Sockelbetrag von 30.000 Euro pro Schule und dann einen Pro-Kopf-Betrag nach Schüleranzahl vorsieht. Den Pro-Kopf-Betrag kann die Stadt als Schulträger unter den Schulen eigenverantwortlich aufteilen. Danach ergeben sich folgende Beträge:

  • Martin-Luther-Schule 92.900 Euro
  • Schule am Sultmer 89.800 Euro
  • Astrid-Lindgren-Schule 84.600 Euro
  • Kardinal-Bertram-Schule Sudheim 55.900 Euro
  • Schule im Kirchtal Langenholtensen 48.000 Euro
  • Regenbogenschule Höckelheim 44.700 Euro.

Voraussetzung für die Auszahlung ist allerdings für jede Schule ein Medienkonzept, aus dem sich dann auch schon der Bedarf an Ausstattung ableiten lässt. Auch dabei soll der externe Dienstleister, den die Stadtverwaltung vorschlägt, helfen. Zudem soll dieser in der Gesamtheit der Schulen auch die Vielzahl an Aufgaben im Bereich der Digitalpakt-Umsetzung koordinieren, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung für den Rat.

So müsse insgesamt für die Stadt nicht nur ein mit den Schulen abgestimmter Medienentwicklungsplan erstellt, sondern auch technische Bestandsaufnahmen und bauliche wie technische Planungen vorgenommen und dann Bauleistungen ausgeschrieben, beauftragt, begleitet und abgenommen werden.

Die Stadt schlägt vor, dass die die KDG machen soll, mit der die Stadt Northeim als IT-Dienstleister bereits seit Jahren im Bereich Personalverwaltung zusammenarbeitet. Die KDG arbeite in Sachen Umsetzung des Digitalpakts auch bereit für andere Kommunen und verfüge über entsprechendes Know-how. Zu diesem Zweck, so heißt es in der Vorlage weiter, soll die bestehende Zweckvereinbarung mit dem Göttinger Kommunal-Dienstleister, hinter dem die Stadt Göttingen als Träger steht, erweitert und dann auf fünf Jahre neu abgeschlossen werden.

Das Thema steht im Mittelpunkt der nächsten öffentlichen Sitzung des Northeimer Schulausschusses.

Das Gremium tagt dann am Mittwoch, 21. Oktober, ab 18 Uhr in der Northeimer Stadthalle. (von Axel Gödecke)

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