Kostenpunkt: 400.000 Euro

Grundstückskauf  für  Sporthalle in Northeim nimmt erste Hürde

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Hier soll die neue Sporthalle entstehen.

Der Finanzausschuss gab für den Kauf des ehemaligen Realschul-Geländes grünes Licht. Kritik gab es von FDP und FUL.

Die Stadt Northeim wird das 8080 Quadratmeter große Grundstück der ehemaligen Realschule neben dem Hallenbad von der Gesellschaft „Wohnen in Northeim“ kaufen, damit dort die neue Großsporthalle für Northeim gebaut werden kann. Dafür sprach sich mit großer Mehrheit der städtische Finanzausschuss aus. Kaufpreis: 400 000 Euro.

Abschließend wird der Rat am kommenden Donnerstag entscheiden. Für den Neubau der Halle auf dem Gelände läuft bereits ein Architektenwettbewerb. Der Kaufempfehlung ging eine hitzige Debatte voraus. Burkhard Ernst (FUL) und Eckhard Ilsemann (FDP) bezweifelten die Bebaubarkeit des Geländes. Ein Kauf sei zwar nicht generell, aber zum jetzigen Zeitpunkt abzulehnen. Unter anderem müsse zuvor geklärt werden, ob und wie stark das Gelände mit Bauschutt belastet sei, und wie hoch die Kosten für die Ausbaggerung und die Beseitigung seien, hieß es weiter von den Kritikern.

Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) hielt dem entgegen, dass die Verwaltung seit dem Aufstellungsbeschluss für den Sporthallen-Bebauungsplan nicht untätig gewesen sei. So gebe es bereits ein Bodengutachten, das die problemlose Bebaubarkeit des Areals bescheinige, auch ein Artenschutzgutachten sei bereits fertig. Dies sage zwar aus, dass es Fledermäuse in der alten Schuhwallhalle, die abgerissen werden soll, gebe. Für die Tiere könnten aber Ersatzquartiere geschaffen werden. Jetzt müssten mit dem Grundstückskauf endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden, zumal es auch einen Grundsatzbeschluss des Rates für den Hallenbau auf dem Realschulgelände gebe. Ein anderes Grundstück für den Neubau komme nicht in Frage.

Der finanzpolitische Sprecher der SPD, Berthold Ernst, warf den FDP- und FUL-Fraktionen „lavieren und lamentieren“ vor. „Wir müssen in Sachen Hallenbau aber endlich weiterkommen.“ Else Heidelberg (CDU) setzte gegenüber den Kaufkritikern noch einen drauf: „Es wäre ja schizophren, wenn wir schon 150 000 Euro für den Architektenwettbewerb ausgegeben haben und jetzt dort nicht bauen würden.“ Foto: PRivat/nh

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