2020 wurden 40 Jungstörche großgezogen

Gutes Weißstorch-Jahr im Landkreis Northeim

Diese Störche sind im neuen Storchennest in Greene geschlüpft und flügge geworden.
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Diese Störche sind im neuen Storchennest in Greene geschlüpft und flügge geworden.

Storchenvater Bernd-Jürgen Schulz zieht eine positive Bilanz

Northeim – Das Jahr 2020 war für die Weißstörche im Landkreis Northeim überaus erfolgreich. Das geht aus dem Bericht von „Storchenvater“ Bernd-Jürgen Schulz hervor, der sich schon seit vielen Jahren in der Region um die Störche kümmert.

Die Rückkehr der Weißstörche im Frühjahr aus den Winterquartieren sei bis auf wenige Ausnahmen reibungslos verlaufen, berichtet Schulz. Sorge hätten ihm lediglich die beiden Storchenpaare in Langenholtensen und auf dem KWS-Gut Wiebrechtshausen bereitet. Dort seien bei Horstkämpfen auf beiden Nestern die Gelege zweimal komplett zerstört worden.

In den anderen 14 Nestern konnten die Elterntiere laut Schulz aber insgesamt 40 Jungstörche aufziehen. „Das war ein sehr gutes Ergebnis.“ Einen besonders guten Bruterfolg gab es in Hevensen, wo sogar vier Junge geschlüpft und flügge geworden waren. Zwei Störche sind in dieser Saison an der Bahnstrecke zwischen Salzderhelden und Hohnstedt verunglückt.

Neuansiedlungen habe es in Gillersheim, Hohnstedt, Ellensen, Drüber und Greene gegeben, so Schulz. „In Greene wurde das erste Gelege auch von Fremdstörchen zerstört, aber 14 Tage später lagen dann erneut Eier im Nest.“ Dadurch habe sich die Brut etwas verzögert, aber die Eltern hätten ihre Jungen fleißig mit genug Futter versorgt. „Das dortige Elternpaar zieht als Ostzieher eigentlich schon Mitte August ins Winterquartier“, erklärt Schulz. „Aber sie haben ihre Jungen nicht im Stich gelassen und bis zum 7. September gefüttert.“ Anschließend seien die Jungen dann fast zwölf Tage auf sich allein gestellt gewesen, hätten fleißig Flugübungen gemacht und sich selbst versorgt. „Am 13. September haben sie sich dann auch auf den Weg ins Winterquartier gemacht.“

Wo die Störche herkommen, ist laut Schulz nicht immer festzustellen, da nicht alle beringt seien. Von dem Männchen des Greener Paares weiß man allerdings, dass es vom Hof Zirkow auf der Insel Rügen stammt.

Rückmeldungen von Störchen, die im Landkreis Northeim geschlüpft waren, gab es in diesem Jahr 25 – aus Spanien, Portugal, Holland und vom häufig besuchten Rastplatz Büttelborn bei Darmstadt.

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