Sportcampus am Schuhwall ist Thema in zwei Fachausschüssen

Neue Sporthalle in Northeim zu niedrig geplant?

Nordansicht: So stellen sich die Planer den Bau der neuen Northeimer Großsporthalle vor. Der ist heute noch einmal Thema in zwei Fachausschüssen.
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Nordansicht: So stellen sich die Planer den Bau der neuen Northeimer Großsporthalle vor. Der ist heute noch einmal Thema in zwei Fachausschüssen.

Die Pläne für die neue Schuhwallhalle werden heute in zwei Fachausschüssen vorgestellt.

Northeim – Entspricht der Siegerentwurf für den Bau der neuen Schuhwallhalle möglicherweise nicht der Ausschreibung? Diese Frage wird vermutlich in der heutigen gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Planen, Bauen und Umwelt sowie Jugend, Sport und Soziales (17.30 Uhr Hybridsitzung) für eine lebhafte Diskussion sorgen.

Gerüchte, wonach die Drittliga-Mannschaft des Northeimer Handballclub (NHC) möglicherweise auch künftig für ihre Heimspiele eine Ausnahmegenehmigung benötigen wird, weil die Halle zu niedrig geplant ist, wies der Northeimer Baurat, Frederik Backhaus auf HNA-Anfrage zurück. „Für den Spielbetrieb der dritten Liga ist keine Sondergenehmigung oder Ähnliches erforderlich“, sagt Backhaus, räumt aber ein, dass nach den gegenwärtigen Planungen die Basketballkörbe auf dem Großfeld im eingeklappten Zustand etwa 30 Zentimeter in den geforderten Sieben-Meter-Luftraum über dem Handballspielraum ragen.

Um auszuschließen, dass dies ein Problem für den Handballspielbetrieb sein könnte, habe man sich mit dem NHC und dem Deutschen Handballbund (DHB) abgestimmt und sich dies auch schriftlich bestätigen lassen, so Backhaus. „Sollten sich die Anforderungen des DHB in der Zukunft ändern, können die Körbe je nach Bedarf unproblematisch demontiert und nur dann anmontiert werden, wenn auf dem Großfeld Basketball gespielt wird.“

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Basketball-Großfeld vermutlich nur sehr selten benötigt werde, hält Backhaus es nicht für notwendig, die Planungen hinsichtlich der Hallenhöhe noch einmal zu verändern. Die zusätzlichen Kosten schätzt Backhaus auf einen „sechsstelligen Betrag“.

Insofern sei es erheblich wirtschaftlicher, die Körbe bei Bedarf aufzuhängen und auf eine höhere Halle zu verzichten. Aus Sicht von Backhaus liegt auch kein Verstoß der Büros Eling Architekten und Grünbox gegen die Wettbewerbsausschreibung vor. „Der Entwurf der Halle entspricht der geltenden DIN-Norm“, betont er. Insofern sei es auch nicht notwendig, dass die Stadt Northeim als Bauherrin Nachbesserungen verlange.

Ob das auch die Mitglieder der Fachausschüsse so sehen, wird sich in der heutigen Sitzung zeigen, bei der die gesamte Entwurfsplanung für den Sportcampus am Schuhwall einschließlich Dreifeldsporthalle mit Tribüne für den Schul- und Vereinssport, zwei Gymastikhallen, Außensportgeräten, Skater-Anlage und Bolzplatz von den Architekten ausführlich vorgestellt werden soll.

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