Ab 5. Oktober soll die Nutzung für Schulen und Vereine möglich sein

Hygienekonzept nicht umsetzbar: Das Northeimer Hallenbad bleibt geschlossen

Blick ins leere Northeimer Hallenbad
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Bleibt für die Öffentlichkeit vorerst weiter geschlossen: Ab Oktober sollen aber Schwimmunterricht und Schwimmsport wieder möglich sein.

Das Northeimer Hallenbad bleibt bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen. Das teilten die Stadtwerke Northeim (SWN) mit.

Northeim – Lediglich Schulen, Kindergärten und Vereine sollen die Halle ab dem 5. Oktober für den Schwimmunterricht und den Schwimmsport wieder nutzen können – ausschließlich in geschlossenen Gruppen und vereinbarten Zeitblöcken, um die nötigen Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten zu ermöglichen. Grundlage dafür sind laut Thorsten Buschjost, Abteilungsleiter Badebetrieb, die vom Land Niedersachsen für Vereine und Schulen erlassenen Regelungen.

„Wir bedauern sehr, das Hallenbad für eine Individualnutzung geschlossen lassen zu müssen“, sagt SWN-Geschäftsführer Dirk Schaper. Ausschlaggebend für diese Entscheidung seien die baulichen Gegebenheiten der Halle gewesen, die eine Entzerrung der Gästeströme unter Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen nicht ermögliche. Die sogenannten Stiefel- und Barfußgänge seien zu eng, und auch die Flucht- und Rettungswege hätten keinen Spielraum gelassen. Bei der Analyse der aktuellen Situation habe man mehrere Szenarien in die Überlegungen einbezogen. Letztendlich habe man aber mögliche Risiken nicht ausschließen können.

„Die Gesundheit und die Sicherheit aller Beteiligten stehen für die Stadtwerke an erster Stelle“, betont Schaper. „Niemand soll unnötig der Gefahr ausgesetzt sein, in unserem Hallenbad an Covid-19 zu erkranken.“

Die für den eingeschränkten Hallenbadbetrieb eingeleiteten Maßnahmen sind laut SWN-Pressesprecher Lars von Minden mit der Stadt Northeim und dem Gesundheitsamt des Landkreises abgestimmt. In ersten Rückmeldungen hätten zudem Vertreter der betroffenen Schulen und Vereine das jetzt vorliegende Konzept positiv gewürdigt.

Wie die Stadtwerke mitteilen, haben sich einige Vereine grundsätzlich bereit erklärt, unter ihrer Federführung auch Freizeitschwimmern die Nutzung des Bades zu ermöglichen. Dazu müssten dann aber alle Teilnehmer in dem jeweiligen Zeitblock als geschlossene Einheit das Hallenbad geordnet betreten und verlassen. Denkbar sind die Einrichtung einer Frühschwimmgruppe oder zusätzliche Vereinsangebote am Nachmittag und abends. Sobald es konkrete Angebote dazu gibt, werden die Stadtwerke ausführlich informieren.

Man sei zuversichtlich, dass irgendwann auch wieder die Normalität in den Alltagsbetrieb des Hallenbades zurückkehren werde, so SWN-Chef Schaper. „Heute einen Zeitraum dafür zu nennen, wäre jedoch reine Spekulation.“ Niko Mönkemeyer

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