IHK: Standort nicht als Nahversorgungszentrum ausweisen

Gelände des Northeimer Krankenhauses: Handel kritisiert Sturmbäume-Pläne

Northeim. Die Ausweisung eines Nahversorgungszentrums auf dem Areal des bisherigen Northeimer Krankenhauses, die dort den Bau eines 3000 Quadratmeter großen Lebensmittelmarktes ermöglichen würde, ist problematisch.

Zu dieser Einschätzung kommt Hans-Hermann Buhr von der IHK Hannover, der auf Bitte des Stadtmarketing-Vereins Northeim den aktuellen Entwurf für das neue Northeimer Zentrenkonzeptes (siehe Hintergrund) bewertet hat.

Der Rat der Stadt Northeim hatte ursprünglich bereits in seiner Sitzung am 11. September darüber abstimmen sollen. Doch die Ratsmehrheit hatte auf Anregung des Stadtmarketing-Vereins Northeim den Tagesordnungspunkt von der Sitzung abgesetzt, da es noch erheblichen Beratungsbedarf gab.

„Inzwischen hat es zu diesem Thema ein Gesspräch mit Vertretern aller Ratsfraktionen gegeben, an dem auch Herr Buhr teilgenommen hat“, sagt Doris Ohlmer, Vorsitzende des Stadtmarketingvereins. „Und ich hatte den Eindruck, dass die dabei vorgetragenen Bedenken seitens der IHK von vielen Ratsmitgliedern geteilt werden.“

Buhr bedauert, dass die IHK bei der Erarbeitung des Konzeptes „bedauerlicherweise nicht beteiligt worden ist“ und empfiehlt, den Standort lediglich wie den Rewe-Markt an der Graf-Otto-Straße als Nahversorgungsstandort auszuweisen. Grund dafür sei, dass nach einer Ausweisung als Nahversorgungszentrum für den Bereich kaum noch eine begründete Beschränkung für seine weitere Entwicklung möglich wäre.

„Und das hätte auf jeden Fall negative Folgen für die Innenstadt“, ist sich Ohlmer sicher und verweist auf einen weiteren Punkt des Zentrenkonzeptes, den auch die IHK kritisch sieht: die Definition des bisherigen Nahversorgungszentrums „In der Fluth“ als Innenstadtergänzungsbereich.

Von Niko Mönkemeyer

Rubriklistenbild: © Jelinek

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