Überwiegend positive Bilanz über Adventswochen

Handel in Northeim zeigt sich mit Weihnachtsgeschäft zufrieden

Hochwertige Uhren laufen gut in diesem Weihnachtsgeschäft. Hier präsentieren Kirsten Wagener (links) und Bea Holz vom Juweliergeschäft Hünicke in der Northeimer Fußgängerzone ein schönes Exemplar.
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Hochwertige Uhren laufen gut in diesem Weihnachtsgeschäft. Hier präsentieren Kirsten Wagener (links) und Bea Holz vom Juweliergeschäft Hünicke in der Northeimer Fußgängerzone ein schönes Exemplar.

Überwiegend zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts zeigt sich der Einzelhandel in Northeim.

Northeim - So auch Dr. Ralf Teichert, Inhaber des gleichnamigen Expert-Elektronik-Fachmarkts in der Northeimer Südstadt. Vor allem der dritte Adventssamstag sei vom Umsatz her richtig gut gewesen, sagt er und führt das mit auf die kurzfristig erfolgte Aufhebung der 2-G-Beschränkung (Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene) durch das Oberverwaltungsgericht zurück.

Dennoch werde der Umsatz des Vorjahres in der dritte Adventswoche nicht erreicht werden, was aber auf einen Sondereffekt im vorigen Jahr zurückzuführen sei. Damals sei für den 16. Dezember 2020 der Lockdown mit Geschäftsschließung verkündet worden. Teichert: „Da haben die Leute vorher noch tüchtig gekauft und wir hatten den zweieinhalbfachen Umsatz wie normal.“

Trotzdem sei er mit dem Geschäft in diesem Jahr zufrieden und hoffe, dass die Aufhebung der 2-G-Regel mit Wegfall der Eingangskontrolle bis zum Fest noch mehr Kunden ziehe. Er, so Teichert, habe ohnehin nicht begreifen können, dass die 2-G-Regel für Fachgeschäfte galt, nicht jedoch für Lebensmittelmärkte, wo sich die Leute viel mehr in den Gängen drängten.

Zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft zeigt sich auch Juwelier Frank Hünicke in der Northeimer Fußgängerzone. Der Umsatz entspreche ungefähr dem von 2019, also dem letzten Jahr vor Corona, und das trotz der Verunsicherung der Kunden wegen des 2G-Hickhacks. Auch Hünicke hat am vorigen Samstag – dem ersten Tag wieder ohne 2G – etwas mehr Kunden im Laden gezählt. Die Renner im aktuellen Weihnachtsgeschäft seien Goldschmuck und hochwertige Uhren.

Auch für die nächsten Tage, dann für die Kunden nur mit FFP2-Maske, verspricht sich der Juwelier noch gute Umsätze, selbst nach Weihnachten. Hünicke: „Zum Fest werden schließlich oft Gutscheine oder Bargeld geschenkt, wir schauen positiv ins neue Jahr.“

Auch der Umsatz im Northeimer Modehaus Magnus stimmte einigermaßen, betont Hausleiter Michael Böhnert. Es sei zwar kein Jahr zum vollen Jubeln, aber es sehe bei Weitem nicht so schwarz aus, wie befürchtet. „Und natürlich sind wir froh, dass wir im Gegensatz zum vorigen Jahr weiterhin offen haben dürfen.“

Insgesamt habe er den Eindruck, dass die Kunden durchaus zu schätzen wüssten, was sie am Einzelhandel vor Ort doch noch hätten. Böhnert „Das ist nicht nur die kompetente Beratung, da spielt auch eine soziale Komponente mit, dass die Kunden kommen.“

In der Goldschmiede Sonnenschein in Uslar spricht man hingegen von einem eher mauen Weihnachtsgeschäft. Keine Frage, die Auflagen wegen Corona müssten sein, doch durch das ganze Hin und Her seien viele Menschen verunsichert: Wer wolle denn da noch einkaufen gehen? Das Weihnachtsgeschäft leide unter den gesamten Corona-Einflüssen. Viel werde online gemacht. Deshalb habe die Goldschmiede auch einen Online-Shop eingerichtet (Sonnenschein-uslar-de).

Buchhändler Thomas Janus, Inhaber der Northeimer Buchhandlung Grimpe, hingegen zeigt sich durchaus zufrieden mit dem Geschäft in den Wochen vor dem diesjährigen Weihnachtsfest. „Wir haben eine vernünftige Kundenfrequenz, und man merkt auch deutlich, dass sich viele freuen, lokal einkaufen zu können.“  (Axel Gödecke/Frank Schneider)

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