Zahlreiche Unfälle auf beiden Ausweichstrecken

Die Harztor-Sperrung endet am 26. November

Auch die gestrichelte Linie in der Fahrbahnmitte ist schon da: Am Harztor laufen nur noch Restarbeiten.
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Auch die gestrichelte Linie in der Fahrbahnmitte ist schon da: Am Harztor laufen nur noch Restarbeiten. Am Freitag, 26. November, soll die Straße wieder für den Durchgangsverkehr freigegeben werden.

Die Sperrung der Bundesstraße 241 im Bereich des Northeimer Harztors neigt sich dem Ende zu.

Northeim – Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll die Straße am Freitag, 26. November wieder freigegeben werden. Dann endet für die Pendler, die aus Richtung Osten nach Northeim fahren, die Zeit der lästigen Ausweichstrecken.

Das infolge der Sperrung der B 241 gewachsene Verkehrsaufkommen hat auf den beiden inoffiziellen Ersatzrouten zu einer deutlichen Zunahme der Unfälle geführt. Das geht aus Zahlen hervor, die die Polizeiinspektion Northeim auf Anfrage der HNA mitgeteilt hat.

Die Zahl der Unfälle auf der Kreisstraße zwischen Katlenburg und Sudheim hat sich demnach nahezu verdreifacht. Zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 1. November 2021 kam es laut Polizei zu 51 Verkehrsunfällen. Im selben Zeitraum ein Jahr zuvor seien es nur 18 Unfälle gewesen. Während der Harztor-Bauphase sind auf dieser Strecke laut Polizei insgesamt 17 Personen bei Unfällen verletzt worden, vier davon schwer.

Am Mittwoch kam noch ein weiterer Unfall hinzu, bei dem ein Autofahrer leicht verletzt worden ist. Er war in Richtung Sudheim unterwegs, von der Fahrbahn abkommen und hatte sich mit seinem Auto im Graben überschlagen.

Auch die Kreisstraße über Lagershausen nach Katlenburg wurde von den Verkehrsteilnehmern als Ausweichstrecke von und nach Northeim genutzt. Dort kam es nach Polizeiangaben vor Baubeginn zu 14 Verkehrsunfällen. Im vergangenen Jahr seien dann 29 Unfälle registriert worden. Bei den Unfällen erlitten vier Menschen Verletzungen, einer davon schwere Verletzungen.

Auf der Bundesstraße 241 gab es wegen der Sperrung – nur die Fahrt zwischen Katlenburg bis Hammenstedt war uneingeschränkt erlaubt – hingegen deutlich weniger Unfälle. Im Jahr vor den Bauarbeiten gab es dort 29 Verkehrsunfälle, im vergangenen Jahr nur noch 16.

Dass es auf den beiden Ausweichrouten, die nicht als offizielle Umleitungsstrecken ausgewiesen sind, häufiger krachte, hat laut Polizei aber noch andere Gründe: Die Verläufe der beiden kurvenreichen Kreisstraßen seien teilweise schlecht einzusehen. Zudem seien die Straßen enger als die Bundesstraße.

Auf beiden Strecken gebe es zudem häufig Wildwechsel. Deshalb sei die Zahl der Wildunfälle auf beiden Kreisstraßen gestiegen. (Rosemarie Gerhardy und Olaf Weiss)

Bauarbeiten laufen seit einem Jahr

Die Bauarbeiten am Harztor begannen vor einem Jahr. Gab es zu Beginn noch eine innerörtliche Umleitung für Busse, Rettungsdienste und Anlieger, die trotz Verbots auch von zahlreichen Pendlern genutzt wurde, war ab Ende April die stadtauswärts gewanderte Baustelle zumindest werktags nicht mehr passierbar. Die Baufirma hatte zuvor angesichts von täglich 4000 Fahrzeugen, die die Baustelle passierten, wegen Sicherheitsbedenken gedroht, die Arbeit niederzulegen. (ows)

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