Erschließungsträger macht Zusagen

Hauseigentümer am Galgenberg fordern Endausbau der Straßen

Sind stocksauer: Die Häuslebauer vom Galgenberg bei Northeim warten seit Jahren auf den Endausbau ihrer Straßen. Markus Töpfer, Ilsemarie Grotian und Rolf Ballof (von links auf der Holthuser Straße) wollen sich das nicht länger bieten lassen. Foto: Gödecke

Northeim. Seit zwölf Jahren bereits warten etliche Neubaugebiet Galgenberg zwischen Northeim und Langenholtensen auf fertige Straßen Beleuchtung und Bepflanzung.

Das schleppende Vorgehen des Erschließungsträgers, der Einbecker Baufirma Schramm ist ihnen ein Dorn im Auge und auch, dass die Stadtverwaltung Northeim nicht genügend Druck macht.

Zwischen der Stadt Northeim und der Firma Schramm gibt es einen Erschließungsvertrag, in dem geregelt ist, dass die Baufirma für die vollständige Erschließung zuständig ist, und die dafür zu sorgen hat, wenn das Baugebiet zu Zwei-Dritteln bebaut ist.

Das Problem war auch in früheren Jahren schon immer die Feststellung, ob die Zweidrittel-Quote erfüllt ist oder nicht. Nimmt man als Grundlage das ganze Baugebiet oder nur einzelne Abschnitte, die zwischenzeitlich gebildet worden waren. Das Problem besteht trotzdem auch heute noch und so warten jetzt insbesondere die Häuslebauer in den östlichen Abschnitten des Baugebiets auf den Endausbau ihrer Straßen und vor allem auch deren Beleuchtung mit Straßenlaternen.

„Wir haben die Nase mittlerweile echt voll, immer wieder vertröstet zu werden, entweder von der Stadt oder von der Firma“ sagt Ilsemarie Grotian, die seit über zehn Jahren schon an der Johannes-Letzner-Straße auf dem Galgenberg wohnt.

Auch Markus Töpfer und Rolf Ballof aus der Nachbarschaft stoßen ins selbe Horn. Töpfer: „Laut unseren Informationen sind sogar schon 75 Prozent der Abschnitte bebaut, doch es tut sich ins Sachen Endausbau nahezu nichts.“ Zwar habe die Firma Schramm in kleinen Teilabschnitten mit dem Gehweg-Bau begonnen, doch schon seit Monaten ruhten die Arbeiten wieder. Das treffe auch auf die Straßenlaternen zu. Bislang stehen nur im östlichen Galgenberg-Baugebiet drei Laternenmasten, allerdings ohne Lampen.

In den noch nicht ausgebauten Bereichen der Johannes-Letzner-Straße, der Marie-Willerding-Straße und der Holthuser Straße sei es stockedunkel. Töpfer: „Das ist besonders für Kinder und auch alte Leute höchst gefährlich, doch das interessiert anscheinend niemanden.“

Enttäuscht sind die Anwohner auch von der Stadt, dass sie nicht schon die vom Erschließungsträger hinterlegte Bürgschaft dafür nutzt, die Straßen selbst fertig zu bauen und für Licht zu sorgen. Auch die Straßenabnahme sei aus ihrer Sicht nicht ordentlich verlaufen.

Anwohner Ballof: „Der Straßenendausbau wird doch mit jedem Jahr immer teurer.“ Die Häuslebauer haben Angst, dass sie noch einmal zur Kasse gebeten werden könnten, obwohl sie die Erschließungskosten schon vor Jahren bezahlt haben. (goe)

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