Helios drängt auf Bau des Ärztehauses in Northeim

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Leeres Baugrundstück: Nur am Bauzaun und am abgeschobenen Gelände ist zu erkennen, wo das Ärztehaus entstehen soll. Im Hintergrund das Helios-Krankenhaus.

Northeim. Ein Scheitern des Ärztehaus-Baus am Sultmer würde der Entwicklung des Medizinstandorts Northeim schaden, betont der Direktor der Helios-Klinik, Dr. Jens Kuhlgatz.

Das Ärztehauses in der Nachbarschaft des Krankenhauses würde nach Kuhlgatz' Worten die Möglichkeit bieten, die Gesundheitversorgung in der Kreisstadt auf ein so hohes Niveau zu bringen, dass kaum noch jemand woanders behandelt werden müsste.

Dabei betonte Kuhlgatz, dass die onkologische Praxis aus dem Ärztehaus an den Sturmbäumen an den Sultmer umziehen soll, ebenso die Radiologen. Beide Praxen seien wichtige Partner der Klinik. Auch die Verlagerung der Kinderarztpraxis aus der Nachbarschaft des Klinik-Altstandorts sei vorgesehen.

Der Ärztehaus-Bau ist fraglich, weil Investoren und Stadt um Lärmschutzauflagen streiten. Die strengen Auflagen für das Gebiet sind wegen der Helios-Klinik erlassen worden. Das überzeugt Kuhlgatz nicht. Der Verkehrslärm durchs Ärztehaus falle nicht ins Gewicht. Das Gebäude würde die Klinik sogar gegen den bestehenden Lärm abschirmen.

Wegen des Kiesabbaus am Freizeitsee, der Bahnlinie, der Bundesstraße 3 und der Autobahn 7 war der Klinikbau am Sultmer nur genehmigt worden, weil sich Helios zu passivem Lärmschutz am Gebäude verpflichtet hat. Dazu gehört eine Schallschutzfassade und Dreifachverglasung.

Unklar ist auch, wann der Helios-Mitarbeiterparkplatz gebaut werden kann. Noch fehlt die Straße zum Parkplatz-Gelände. Die gleiche Straße soll auch das Ärztehaus und die übrigen Grundstücke zwischen Klinik und B 3 erschließen.

Zum Bau der Straße haben sich die Ärztehaus-Investoren, neben dem Apotheker Wolfram Schmidt, Dr. Wolf-Henning Dörner (nicht wie jüngst irrtümlich gemeldet Dr. Jochen Dörner), Dr. Gerhard Lübbert und Dr. Bernhard Schmitz-Salue verpflichtet.

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