Helios-Klinik in Northeim versorgt ab April drei Häuser mit Essen

Northeim. Die Helios-Kliniken in Northeim, Bad Gandersheim und Herzberg stellen zum 1. April die Speisenversorgung um. Dann werden alle drei Häuser von der Verteiler-Küche in Northeim versorgt.

Damit verbunden ist auch eine Aufstockung des Personals: Die Zahl der Mitarbeiter wird von 16 auf 25 anwachsen. Dreimal täglich sind sie für die Zusammenstellung von je 590 Mahlzeiten verantwortlich.

Eigenhändig gekocht wird in der Northeimer Küche jedoch nicht. Bisher wurden die warmen Mahlzeiten vorgekocht bezogen. Ab dem 1. April wird das Essen fast roh und tiefgekühlt von einer Menü-Manufaktur aus Baden-Württemberg geliefert. In Northeim wird es für jeden Patienten portioniert. Per Kühl-Lkw wird es nach Bad Gandersheim und Herzberg transportiert. Erst auf den Stationen wird das Essen dann fertig gegart – „eine schonende Art der Zubereitung“, wie Küchenleiter Kai Westphal erklärt, „mit positiven Auswirkungen auf die Qualität.“

Der neue Lieferant aus Süddeutschland bereitet mit 1200 Mitarbeitern täglich rund 50 000 Portionen zu. Dort wird – soweit möglich – traditionell-handwerklich gekocht. Zum Betrieb gehört auch eine eigene Metzgerei. Die Produkte stammen überwiegend von regionalen Betrieben, ein Konzept, das auch Helios verfolge. „Brot und Backwaren beziehen wir zum Beispiel von einer ortsansässigen Bäckerei“, erläutert Westphal.

Die Küche im neuen Northeimer Krankenhaus ist bereits auf die größere Zahl von Mahlzeiten ausgelegt, weitere Investitionen sind nicht notwendig. Die Zentralisierung der Essensversorgung für alle drei Häuser bringe natürlich wirtschaftliche Vorteile mit sich, sagt der Küchenchef. Dennoch stehe die Qualität des Essens im Vordergrund: „Wir verarbeiten nur hochwertige Lebensmittel“. Die Speisekarte wechsele im Vier-Wochen-Rhythmus. Die Patienten könnten täglich aus mehreren Menüs wählen.

Hintergrund: Gesamtkonzept für 45 Kliniken

In der Northeimer Helios Albert-Schweitzer-Klinik werden täglich rund 260 Patienten versorgt, in Bad Gandersheim sind es 110 und in der Herzberger Klinik 220, insgesamt also 590 Patienten. Während die Bad Gandersheimer Klinik schon seit einiger Zeit mit Mahlzeiten beliefert wird, die in Northeim portioniert wurden, kommt die Herzberger Klinik am 1. April neu hinzu. An das Gesamtkonzept der Speisenversorgung, das auch für die drei Helios-Kliniken in der Region gilt, sind deutschlandweit 45 Helios-Kliniken angeschlossen. Im Konzern gibt es eine eigene Abteilung für Produktentwicklung, die für die Speisenversorgung zuständig ist.

Rubriklistenbild: © Foto: Schwekendiek

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