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Warntag am 8. Dezember: Heulende Sirenen, SMS aufs Handy

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Von: Kathrin Plikat

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Kontrolle: Am 8. Dezember sollen beim bundesweiten Warntag alle Sirenen im Landkreis heulen. Auf unserem Bild wartet Sascha Böker von der Feuerwehr-Technischen-Zentrale Einbeck eine Sirene. Archi
Kontrolle: Am 8. Dezember sollen beim bundesweiten Warntag alle Sirenen im Landkreis heulen. Auf unserem Bild wartet Sascha Böker von der Feuerwehr-Technischen-Zentrale Einbeck eine Sirene. © Konstantin Mennecke/Archiv

Beim bundesweiten Warntag am 8. Dezember kommt erstmals auch „Cell Broadcast“ zum Einsatz. Jeder Smartphone-Nutzer bekommt eine Warn-SMS geschickt.

Northeim – Zweiter Versuch: Nach der Premiere im Jahr 2020 mit vielen Problemen findet in diesem Jahr erneut ein bundesweiter Warntag statt: Am 8. Dezember sollen auch im Kreis Northeim alle Sirenen und Warn-Apps ausgelöst werden. Start ist um 11 Uhr, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisfeuerwehr.

Dann sollen die Sirenen für eine Minute mit einem auf- und abschwellenden Ton zu hören sein. Dieses Sirenensignal soll die Bevölkerung im Ernstfall auffordern, Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. 20 Minuten später gibt ein einminütiger Dauerton „Entwarnung“, heißt es weiter.

„Dieses Sirenensignal zur Warnung der Bevölkerung, das zu Kriegszeiten noch als Fliegeralarm genutzt wurde, existiert bereits seit Jahrzehnten, ist aber vielen Menschen unbekannt.“ Mit dem Warntag sollen die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen erhöht werden“, erklärt Kreisbrandmeister Marko de Klein. Warnfälle können nach seinen Worten unter anderem extreme Unwetterlagen wie im Ahrtal, große Hochwasser, Erdbeben, Schadstoffaustritte, Großbrände, Bombenentschärfungen oder auch der flächendeckende Ausfall der Telekommunikation sein.

Parallel zu den Sirenensignalen soll es am 8. Dezember ab 11 Uhr Rundfunkdurchsagen, Meldungen im Fernsehen sowie über die Social-Media-Kanäle des Landkreises Northeim und der Kreisfeuerwehr Northeim geben. Ergänzend dazu kommt eine Warnmeldung über sogenannten Warnapps. Und: Zum ersten Mal soll in Deutschland „Cell Broadcast“ zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um einen nationalen Warnservice, den die deutschen Mobilfunkbetreiber in ihren Netzen installiert haben.

Dieser Dienst funktioniert ohne Installation einer App, erreicht also jedes empfangsbereite Gerät in einer Funkzelle. Die Erfahrung der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass bei Sirenenalarm für die Feuerwehr oder einer Vielzahl von Einsatzfahrzeugen durch Spekulationen auch falsche Informationen in den sozialen Netzwerken verbreitet werden.

Das könne im Ernstfall nicht nur für Verunsicherung in der Bevölkerung sorgen, sondern auch Menschen gefährden. Dem wolle die Kreisfeuerwehr mit schnellen und fundierten Meldungen, zum Beispiel in den jeweiligen Warnapps, entgegenwirken.  (kat)

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