Hier krachte es am meisten: Harztor-Kreuzung ist die unfallträchtigste

Unfallschwerpunkt Nummer 1: Die Harztor-Kreuzung in Northeim. Im Oktober vorigen Jahres wurden neue Linksabbiegerampeln installiert. Die sollen mehr Sicherheit bringen. Foto: Gödecke

Northeim. In der Stadt Northeim hat die Polizei vor allem drei Unfallschwerpunkte im Auge. Das sind nach Angaben von Peter Schliep, Verkehrssachbearbeiter bei der Polizeiinspektion Northeim-Osterode, die drei Kreuzungen Harztor, Graf-Otto-Straße/Wallstraße am Finanzamt und Graf-Otto-Straße/Sturmbäume.

Mit Abstand am meisten gekracht hat es laut Schliep im vorigen auf der Kreuzung am Harztor, die allerdings auch zu den am meisten befahrenen Kreuzungen im Stadtgebiet gehört. Hier gab es 2014 insgesamt zwölf Unfälle und damit zwei mehr als in den Vorjahren, denn in den drei Jahren zuvor gab es an selber Stelle jeweils zehn Unfälle. Viermal wurden im Vorjahr Personen bei Zusammenstöße am Harztor leicht verletzt.

Neue Schaltung

Die Unfallhäufung ist laut Schliep einer der Gründe dafür, dass Ende Oktober vorigen Jahres die erneuerte Ampelanlage auch eine neue Schaltung mit Lichtzeichen für Linksabbieger bekam. Schliep: „Wir von der Unfallkommission und der Polizei hätten uns an dieser Stelle zwar lieber einen Kreisel gewünscht, doch das hatte die Straßenbaubehörde aus Kostengründen abgelehnt.“

Trotzdem erhofft sich Schliep durch die neue Schaltung an der Kreuzung künftig weniger Unfälle. „Die Situation ist deutlich sicherer geworden, das haben uns viele Verkehrsteilnehmer berichtet.“

Eine Besserung habe sich nach den Worten des Verkehrssachbearbeiters auch an der Finanzamtskreuzung in Northeim eingestellt. Hatte es hier 2013 noch fünf Zusammenstöße mit insgesamt zwei Leichtverletzten gegeben, so krachte es im vorigen Jahr an dieser Stelle nur noch dreimal, Verletzte gab es nicht.

Finanzamts-Kreuzung

Geholfen hat laut Schliep einfach der Rückschnitt einer Hecke entlang eines Privatgrundstücks sowie der Sträucher auf einer Rabatte. Der sei nach einer Ortsbesichtigung durch die Unfallkommission vorgenommen worden.

Ebenfalls rückläufig waren die Unfallzahlen im vorigen Jahr an der Kreuzung Graf-Otto-Straße/Sturmbäume/Schlüsselbreite. Hatte es 2013 hier noch fünfmal gekracht und einen Leichtverletzten gegeben, so zählte die Polizei 2014 nur noch drei Unfälle ohne Verletzte. Dies, so Schliep, sei sicher auf die Verlagerung des Krankenhauses und den rückläufigen Verkehr zurückzuführen.

Kreuzung an Ex-Klinik

Die Kreuzung mit abknickender Vorfahrt müsse man aber im Auge behalten, wenn auf dem ehemaligen Klinikgelände ein neues Wohnquartier mit Supermarkt entsteht. Schliep: „Dann müssen wir uns eventuell über bauliche Maßnahmen in dem Bereich noch einmal unterhalten.“

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