Kontaktstelle eingerichtet

Hilfe für 880 Flüchtlinge: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Northeim. Die Stadtverwaltung Northeim hat auf die Kritik aus dem Stadtrat und der Bevölkerung reagiert und jetzt eine Kontaktperson Flüchtlingshilfe ernannt.

Zudem soll eine Projektgruppe ihre Arbeit aufnehmen, in der neben der Verwaltung auch Organisationen und andere freiwillige Helfer zusammenkommen sollen. Dazu Erläuterungen in Fragen und Antworten:

Wer ist Ansprechpartner bei der Stadt Northeim?

Koordinatorin für Flüchtlingsfragen im Stadtgebiet ist ab sofort Marianne Olliges, städtische Mitarbeiterin im Jugend- und Kulturzentrum Alte Brauerei. Sie ist über das „Info-Telefon Flüchtlingshilfe“ der Stadt unter der Rufnummer 05551/2610 oder 0170-3337967 zu erreichen.

Wie viele Flüchtlinge gibt es bereits im Stadtgebiet? 

Laut Verwaltung hat die Stadt in diesem Jahr auf Weisung des Landkreises bereits 298 Flüchtlinge aufgenommen. Bis Jahresende werden weitere 200 erwartet.

Wo sind die Flüchtlinge untergebracht? 

Flüchtlingskoordinatorin: Marianne Olliges. Foto: zsv/nh

Sie sind und werden bislang alle dezentral in angemieteten Wohnungen untergebracht, die vom Landkreis gemietet werden. Dazu wurden Wohnungen in rund 50 Häusern gefunden.

Mit wie vielen Flüchtlingen rechnet die Stadt denn für 2016? 

Für das kommende Jahr schätzt die Verwaltung, dass noch einmal wenigstens 380 Personen im Stadtgebiet unterzubringen sein werden. Genau kann das heute aber noch keiner wissen.

Wo sollen die noch kommenden Flüchtlinge Quartier finden? 

Der Landkreis mietet derzeit weitere 130 Wohnungen an. Diese befinden sich in den Mehrfamilienhäusern am Sultmer und in der Northeimer Südstadt. Sie bieten Platz für 450 Personen.

Wird das in Northeim reichen?

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Stadt mit den zusätzlichen 130 Wohnungen im kommenden Jahr mit Wohnraum für die Schutzsuchenden gut versorgt sein wird. Der Landkreis sagt, er werde mit der Belegung der Wohnungen kurzfristig in diesem Jahr beginnen. Ob dann der Wohnraum noch für 2016 reicht, wird sich zeigen.

Haben sich schon Freiwillige gemeldet, die in Northeim helfen wollen? 

Ja, Laut Stadtverwaltung kümmern sich im Stadtgebiet über 70 Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen um diese Menschen. Es handelt sich um Hauptamtliche, Honorarkräfte und Dolmetscher genauso wie viele Ehrenamtliche, Initiativen, Vereine und Verbände.

Was soll die Projektgruppe, die in Kürze ihre Arbeit aufnehmen soll, machen? 

Die Akteure werden laut Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser regelmäßig an einem Tisch sitzen und die Flüchtlingshilfe abstimmen und organisieren. Ziel sei es, Ansprechpartner für die Einwohner zu sein und die Angebote im Stadtgebiet zu bündeln, von der Erstversorgung der Ankommenden, der täglichen Hilfe bis zur Integration.

Werden die Northeimer noch einmal über die Flüchtlinge und mögliche Hilfen informiert? 

Ja. Es wird am Montag, 30. November, ab 19.30 Uhr in der Mensa des Gymnasiums Corvinianum eine weitere Informationsveranstaltung geben, zu der die Stadt schon jetzt einlädt.

Können sich ehrenamtliche Helfer noch melden? 

Wer sich engagieren will oder Fragen zur Flüchtlingshilfe in der Stadt hat, kann sich bei der neuen Koordinatorin, Marianne Olliges, melden. Hier die Kontaktdaten: Info-Telefon Flüchtlingshilfe bei der Stadt Northeim: Tel. 05551/2610 und 0170/3337967, E-Mail-Adresse: northeim-hilft@northeim.de

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