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Hochhaus in den Händen

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Es ist vollbracht: Frank Reuter mit seinem 1:1000-Papiermodell des Burj Khalifa Towers in Dubai.

Northeim. Das Original ist 828 Meter hoch, hat eine Milliarde Euro gekostet und wurde in 22 Millionen Mannstunden in einer Bauzeit von sechs Jahren in Dubai errichtet.

Das Modell ist 82,8 Zentimeter hoch, hat nicht mal 50 Euro gekostet und wurde von Frank Reuter auf dem heimischen Küchentisch innerhalb weniger Tage konstruiert – die Rede ist vom Burj Khalifah Tower, dem derzeit höchsten Bauwerk der Erde. Die berühmten Hochhäuser der Welt haben es dem gelernten Maler und Uhrmachermeister schon seit vielen Jahren angetan, und als begeisterter Modellbauer hat Reuter die meisten davon schon nachgebaut. „Bausätze gibt es dafür nicht“, sagt Reuter. „Das muss ich alles selbst machen.“

Für die originalgetreue Gestaltung der Modelle kann Reuter auf eine umfangreiche Sammlung an Büchern, Dokumenten und Bauplänen zurückgreifen, und hin und wieder besucht er die Bauwerke auch vor Ort. So ist er im Mai 2009 nach Dubai gereist, um den damals noch im Bau befindlichen Wolkenkratzer auf sich wirken zu lassen.

Reuters Modell besteht aus kopiertem 100-Gramm-Papier uns ist innen hohl. Alle Details des Gebäudes wurden im Maßstab 1:1000 mit Bleistift und Linial gezeichnet und dann mit Buntstiften angemalt. Anschließend wurden die Papierteile an den entsprechenden Stellen gefalzt, um dann die fertigen Gebäudeteile mit handelsüblichem Kleber zusammenzusetzen.

„So konnte man in Dubai natürlich nicht arbeiten“, sagt Reuter schmunzelnd. „Dort wurde der Turm Stockwerk für Stockwerk hochgezogen, und das sind immerhin 162.“

Wer sich davon überzeugen möchte, dass auch Reuters Nachbau 162 Stockwerke aufweist, kann heute von 11 bis 18 Uhr und morgen von 11 bis 17 Uhr im Northeimer Lux-Bau nachzählen. Dort wird der Northeimer bei der Fachausstellung „Town & Country“ einige seiner Modelle ausstellen.

Von Niko Mönkemeyer

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