Karikatur

Hollenstedter Störche mögen es kalt

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Stelzvögel auf Eis: So mancher wundert sich darüber, dass das Hollenstedter Storchenpaar den Winter im Leinepolder verbringt.

Hollenstedt. Das Hollenstedter Storchenpaar Else und Otto trotzt den kalten Temperaturen. Bei genügend Nahrung stört die Kälte nicht.

Auch der aktuelle Wintereinbruch kann die beiden imposanten Stelzvögel nicht dazu bewegen, in südliche Gefilde abzuwandern.

„So lange sie genügend Nahrung finden, machen ihnen die niedrigen Temperaturen nichts aus“, sagt Bernd-Jürgen Schulz, der sich als Storchenvater schon seit vielen Jahren ehrenamtlich um die ständig wachsende Weißstorch-Population im Landkreis Northeim kümmert. Normalerweise befinden sich seine Schützlinge um diese Jahreszeit im warmen Süden.

„Bis auf das Hollenstedter Storchenpaar sind alle anderen im Winterquartier und halten sich in Spanien, Portugal oder Afrika auf“, so Schulz. „Andere Störche, die vom Nabu mit Sendern ausgestattet worden sind, befinden sich derzeit bei Madrid. Einige Ostzieher sind im Grenzgebiet zwischen dem Senegal und Gambia oder auch im nördlichen Teil des Tschadsees bis hin nach Nigeria geortet worden.“

Rückkehr der Störche 

Ende Februar, Anfang März werden Otto und Else im Leinepolder wieder Gesellschaft von Artgenossen bekommen, die dann aus den Winterquartieren zurückkehren, ist sich Schulz sicher.

Winterstörche: Else und Otto aus Hollenstedt.

Bis dahin haben sie das gesamte Naturschutzgebiet zwischen Hollenstedt und Salzderhelden für sich ganz allein. Laut Schulz halten sie sich die meiste Zeit auf den Leinewiesen bei Hollenstedt oder an der Geschiebesperre auf.

„Bei starkem Frost oder Schneefall übernachten sie direkt am Wasserrand der Leine oder an der Geschiebesperre“, berichtet Schulz von seinen Beobachtungen. „Am Wasser ist es etwas wärmer, und sie sind dort vor dem Fuchs sicherer.“

Teilweise sind Otto und Else am späten Vormittag auch auf ihrem Storchennest bei Hollenstedt zu beobachten, aber derzeit ist die Familienplanung bei ihnen natürlich noch kein Thema. Dafür ist es dann doch zu kalt.

Besorgte Naturbeobachter, die sich um die beiden Störche Sorgen machen, kann Schulz beruhigen: „Körperlich machen die beiden Tiere auf mich einen guten Eindruck, und es scheint so, als hätten sie die kalte Jahreszeit bis jetzt gut überstanden.“

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