Gleichgeschlechtliche Liebe im Verborgenen

Homosexuelle im Landkreis Northeim trauen sich nicht zu heiraten

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Northeim. Im Landkreis Northeim gibt es trotz des neuen Gesetzes, das gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe ermöglicht, bisher nur wenige Homosexuelle, die ab Oktober ihre eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen wollen.

Im Standesamt Northeim wurden seit 2002 insgesamt 20 Lebenspartnerschaften geschlossen und in diesem Jahr noch gar keine, teilte das Standesamt auf Anfrage mit.

Es habe sich aber noch niemand gemeldet, der seine Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln möchte.

Ähnlich sieht es in Nörten-Hardenberg aus. Dort wurden seit 2002 elf Lebenspartnerschaften geschlossen und auch in diesem Jahr erst eine. Für eine Umwandlung von der Lebenspartnerschaft zur Ehe hat sich auch dort noch niemand gemeldet.

Auch die Standesämter in Moringen und Kalefeld bestätigen dies: Dort gab es seit 2002 sehr wenige Lebenspartnerschaftschließungen und dieses Jahr noch gar keine. Es hat sich auch niemand gemeldet, der seine Lebenspartnerschaft in eine Ehe wandeln möchte.

In Katlenburg-Lindau und Bodenfelde gab es seit 2002 gar keine Paare, die eine Lebenspartnerschaft geschlossen haben oder jetzt ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen wollen.

Die Standesbeamten im Landkreis gehen davon aus, dass die gleichgeschlechtlichen Paare nach wie vor ihre Beziehung geheim halten und sich nicht trauen, ihre Liebe, durch den Weg zum Standesamt öffentlich zu machen. Zu groß sei die Angst vor Diskriminierung.

Nur in Einbeck, Uslar und Hardegsen wollen gleichgeschlechtliche Paare ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe wandeln. In Einbeck wurden seit 2002 30 Lebenspartnerschaften geschlossen, allein in diesem Jahr zwei. Es haben sich außerdem drei Paare gemeldet, die ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe wandeln wollen. 

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