Nach langen Verhandlungen

Keine Einigung zwischen Stadt und Anwohnern: Grünstreifen bleibt Hundeklo

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Wildwuchs: Inken und Hendrik Hartje wollten den Grünstreifen gerne bepflanzen und pflegen, haben von der Stadt aber eine Absage erhalten.

Northeim. Das Unkraut wuchert, dazwischen liegen Hundehaufen unterschiedlichen Alters. Zwei Anwohner wollen das ändern, die Stadt aber nicht.

Der Grünstreifen am oberen Teil des Fußweges, der im Northeimer Wohngebiet Galgenberg die Johann-Georg-Leuckfeld-Straße und die Holthuser Straße miteinander verbindet, ist alles andere als ein Schmuckstück.

Inken und Hendrik Hartje, deren Grundstück an den zwei Meter breiten Streifen angrenzt, wollten das gerne ändern. Bei der Stadt bemühten sie sich auch aus Eigeninteresse um einen Nutzungsvertrag für die Fläche. Denn, wie Inken Hartje der HNA berichtete, dass der Streifen als Hundeklo missbraucht wird, können sie und ihr Mann regelmäßig auf ihrer Terrasse riechen.

Jetzt haben sie aber von der Stadt eine endgültige Absage erhalten. „Die Stadt wird die Fläche mit in die Pflege nehmen und durch die Technischen Dienste unterhalten lassen“, heißt es in dem Absageschreiben. Und weiter: „Natürlich können Sie gerne die Fläche unterhalten, falls Ihnen der Zustand der Fläche missfällt, bzw. die geplanten Zeitintervalle der Stadt zu lang erscheinen.“

Von der ersten Anfrage der Hartjes bis zur Absage der Stadt sind laut Inken Hartje rund dreieinhalb Jahre vergangen. Immer wieder seien sie vertröstet und hingehalten worden. Sie versteht nicht, wieso die Stadt die Verhandlungen nun abrupt beendet. Immerhin habe es schon einen Entwurf für einen Nutzungsvertrag gegeben. Von Kleinigkeiten abgesehen sei nur noch die Vertragslaufzeit strittig gewesen.

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Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Offensichtlich hat man im Rathaus aber keine Lust mehr gehabt, weiter zu verhandeln. Die Stadt gibt dazu keine Auskünfte. Auf Anfrage der HNA teilte Pressesprecher Marcos Prieto lediglich mit, dass die Verwaltung zu etwaigen Vertragsverhandlungen aus datenschutzrechtlichen Gründen keinerlei Auskünfte geben dürfe.

Die Fläche einfach nur zu mähen, ist für das Ehepaar Hartje keine Option. Es wollte die Fläche bepflanzen und einzäunen, um so zu verhindern, dass dort weiterhin Hundebesitzer ihre Tiere das große Geschäft verrichten lassen. Um für die dafür notwendigen Investitionen Sicherheit zu haben, wollten Hartjes gerne einen Vertrag.

Dauerhaft wird auch die Stadt die Pflege des Grünstreifens nicht übernehmen. Sprecher Prieto kündigte an, dass die Verwaltung die Fläche demnächst der selbstständigen Bewirtschaftung durch den Langenholtenser Ortsrat überlassen werde. Der Galgenberg gehört zur Ortschaft Langenholtensen.

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