Hilfe fürs Kino in Coronakrise

Ideen gefragt – Northeimer Kino „Neue Schauburg“ will Unterstützern Vorteile bieten

Ein jüngerer Mann mit Popcorn-Eimer und eine ältere Dame mit Sektglas in der rechten Hand stehen vor einer Tür, darüber der Schriftzug Schauburg.
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Das Kino „Neue Schauburg“ muss unterstützt werden, findet Annelie Quadt-Hötzl. Theaterleiter Patrick Ahrens zeigt sich offen dafür, Unterstützern der Schauburg Vorteile wie Gratis-Vorstellungen zu ermöglichen.

Ideen, um langfristig den Erhalt des Kinos „Neue Schauburg" zu sichern, werden jetzt gesucht. Unterstützer sollen für ihr Engagement belohnt werden.

Ein Projekt, das langfristig zum Erhalt des Kinos „Neue Schauburg“ beiträgt und dessen Teilnehmer für ihr Engagement auch belohnt würden, möchte Annelie Quadt-Hötzl in die Wege leiten.

„Unterstützern könnte man zum Beispiel kostenlose Kinovorstellungen ermöglichen“, zeigt sich auch Theaterleiter Patrick Ahrens offen für ihren Vorschlag.

Offen für Vorschläge in alle Richtungen

In einem ersten Schritt dahin können sich ab jetzt Interessierte beim Kino melden und Ideen vorschlagen, wie der Schauburg geholfen werden kann. Das müsse nicht zwangsläufig ein Förderverein sein, so Quadt-Hötzl, man sei offen für Vorschläge in alle Richtungen.

Den Entschluss, eine Hilfe für das Kino ins Leben zu rufen, habe Quadt-Hötzl während der Coronapause gefasst. Ihr habe die Möglichkeit, ins Kino gehen zu können, sehr gefehlt. „Und ich bin mir sicher, dass es lange nicht nur mir so gegangen ist“, sagt sie. Daher müsse unbedingt sichergestellt werden, dass die Schauburg die Coronakrise übersteht.

Dass das Kino stark von der Krise betroffen ist, bestätigt Patrick Ahrens. „In den vergangenen drei Monaten haben wir massive Verluste hinnehmen müssen, denn unter anderem die Mietkosten waren ja weiter zu zahlen.“

Viele Aktionen, um Kinobesuche attraktiver zu machen

Hinzu kommt: „Der Betrieb seit der Wiedereröffnung ist bisher sehr durchwachsen.“ Den Grund dafür sieht er vor allem darin, dass wegen Corona Premieren vieler neuer Filme auf unbestimmte Zeit verschoben wurden, die Menschen aber nicht so sehr daran interessiert seien, für bereits bekannte Filme ins Kino zu gehen. Um ihnen Kinobesuche daher wieder attraktiver zu machen, habe man bereits mehrere Ideen umgesetzt, so Ahrens.

Eine davon sei das „Zurück-ins-Kino-Festival“, bei dem täglich um 20.15 Uhr ein beliebter Filmklassiker in der Schauburg gezeigt wird. Außerdem können Schüler am morgigen Mittwoch, 15. Juli, passend zum Start der Sommerferien nach Vorlage ihres Zeugnisses für nur vier Euro ins Kino kommen. Weitere Hoffnungen setzt der Theaterleiter in die neuen Lockerungen bezüglich der Maskenpflicht in Kinosälen.

Mund-Nasen-Bedeckungen dürften nun am Platz abgenommen werden und seien nur noch im Foyer verpflichtend. Auch Annelie Quadt-Hötzl hofft, dass nun wieder mehr Menschen ins Kino gehen. Gleichzeitig bittet sie alle Einwohner in und um Northeim darum, sich für die Schauburg zu engagieren.

„Sie gehört seit 1923 einfach zum Kulturgut der Stadt“, sagt sie. Das Letzte der ursprünglich drei Northeimer Kinos dürfe unter keinen Umständen ebenfalls wegfallen.

Jeder, der daran interessiert ist, die Neue Schauburg zu unterstützen, kann sich im Kino unter Tel. 05551/3343 oder per E-Mail an info@neue-schauburg.de melden.

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