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Immobilienpreise im Kreis Northeim steigen: Immer mehr wollen aufs Land

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Von: Axel Gödecke

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Ein Haus wird gebaut.
Hier entstehen 20 Eigentumswohnungen: Neubau in Northeim an der Sudheimer Straße. © Axel Gödecke

Der ländliche Raum im Landkreis Northeim gewinnt zunehmend an Attraktivität. Die Preise für Immobilien werden teurer.

Northeim – Durch die große Nachfrage nach bezahlbaren Baugrundstücken und einem eigenen Garten, vor allem für junge Familien, gewinne der ländliche Raum auch im Landkreis Northeim zunehmend an Attraktivität, heißt es im neuen Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses Northeim.

Der Gutachterausschuss habe für 2021 kreisweit deshalb auch einen Preisanstieg von durchschnittlich fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr beim Bauland für Eigenheime ermittelt und die Bodenrichtwerte so angepasst – außer für die Gemeinde Bodenfelde, dort seien sie konstant geblieben.

Immobilienpreise im Kreis Northeim steigen: Neubauflächen in kurzer Zeit verkauft

Da Neubauflächen auch in den Landgemeinden innerhalb kürzester Zeit schnell verkauft und auch bebaut seien, stünden viele Kommunen kontinuierlich vor der Frage nach Erweiterungen bestehender Baugebiete und der Ausweisung weiterer Flächen. Dadurch entstehe aber auch ein Aufschwung für ältere Baugebiete, die in der Vergangenheit als weniger attraktiv betrachtet worden seien, so Frank Sander von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses im Katasteramt Northeim.

Kaufwillige griffen deshalb auch vermehrt auf Baulücken in Dorflagen zurück oder wichen auf gebrauchte Immobilien aus. Doch auch hier werde das Angebot mittlerweile knapper.

Schnell vergriffen seien kreisweit auch Eigentumswohnungen, von denen es 2021 in Neubaukomplexen nur relativ wenige auf dem Markt gegeben habe, und die meist nur in den größeren Städten Northeim und Einbeck. Für solche Neubau-Wohnungen lagen die Preise laut Marktbericht im Kreis Northeim bei 3080 Euro pro Quadratmeter (Vorjahr 3010). Zum Vergleich: Landesweit am teuersten sind solche Neubau-Eigentumswohnungen mittlerweile in der Stadt Göttingen mit 4460 Euro und in Hannover gar mit 5600 Euro pro Quadratmeter.

Im Kreis Northeim steigen die Immobilienpreise: Entwicklung bei landwirtschaftlichen Flächen flacht ab

Ältere Eigentumswohnungen ab Baujahr 1991 sind laut Grundstücksmarktbericht im Landkreis Northeim für durchschnittlich 1700 Euro pro Quadratmeter zu haben gewesen (Stadt Göttingen: 3180).

Einzig auf dem Teilmarkt der landwirtschaftlichen Flächen flache die extreme Entwicklung der vergangenen Jahre langsam ab. Die Preise hätten sich 2021 im Kreis Northeim relativ stabil gehalten mit nur punktuellen Anstiegen. So seien die Bodenrichtwerte für Ackerland in 14 von 19 Bodenrichtwertzonen in Südniedersachsen in einer Größenordnung von 0,05 bis vereinzelt 0,35€/m2 angehoben worden. Im Kreis Northeim war der Quadratmeter Ackerland durchschnittlich für zwischen 2,05 Euro im Raum Uslar und 3,69 Euro im Raum Einbeck zu haben gewesen.

Preise für Immobilien im Kreis Northeim werden höher: Ländlicher Raum gewinnt an Attraktivität

Unverändert geblieben sei die Mehrzahl der Bodenrichtwerte für Grünland. Hier habe es für Südniedersachsen sogar vereinzelt leichte Absenkungen der Bodenrichtwerte gegeben. Im Schnitt betrug der Quadratmeterpreis im Landkreis Northeim ein Euro. (Axel Gödecke )

Unterdessen hat der Northeimer Stadtentwicklungsausschuss einstimmig grünes Licht für eine Änderung des Bebauungsplans „Zwischen Eichstätte und Silbergraben“ in der Northeimer Kernstadt gegeben. Jetzt kann der Rat die Planung in seiner nächsten Sitzung verabschieden.

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