Gesetzlichen Ansprüchen gerecht werden

Krippenplätze knapp: Landkreis empfiehlt Umwandlung von Kindergartengruppen

Northeim. Um den gesetzlichen Ansprüchen für die Betreuung von Kindern gerecht werden zu können, müssen die Städte und Gemeinden des Landkreises Northeim in den kommenden Jahren verstärkt Kindergartenplätze in Krippenplätze umwandeln.

Das geht aus einer Untersuchung des Landkreises Northeim zur Kindertagesbetreuung hervor, mit der sich der Kreistag in seiner Sitzung am Donnerstag beschäftigen wird. Demnach wird anhand der Geburtenzahlen prognostiziert, dass im Jahr 2017  kreisweit lediglich etwa ein Drittel der benötigten Krippenplätze zur Verfügung stehen wird.

Einen Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Krippe haben seit dem 1. August 2013 alle Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben.

Zu viele Kindergartenplätze

Bei der Versorgung der über Dreijährigen wird laut der Untersuchung hingegen bis zum Jahr 2017 eine Quote von fast 100 Prozent prognostiziert. Langfristig rechnet der Landkreis sogar damit, dass die Städte und Kommunen im Landkreis Northeim ihre vorhandenen Kindergartenplätze nicht mehr voll belegen können. Eine Umwandlung von freien Kindergartenplätze in Krippenplätze wäre daher möglich.

Derzeit gibt es im Landkreis Northeim 77 Kindertageseinrichtungen mit 546 genehmigten Krippen- und 3609 Kindergartenplätzen. Dort wurden zum Zeitpunkt der Untersuchung im Februar dieses Jahres 634 Kinder im Alter von ein bis drei Jahre und 3170 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahre betreut.

Von den 6838 in den Jahren 2007 bis 2013 geborenen Kindern hatten zum 1. August dieses Jahres insgesamt 5881 Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, davon allein 1867 Kinder ab dem ersten Lebensjahr. Bis zum Jahr 2017 wird die Zahl der Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren um etwa 900 sinken.

Von Niko Mönkemeyer

Rubriklistenbild: © dpa

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