Immobilienmarkt im Landkreis Northeim brummt

Häuser und Grundstücke in der Region sehr gefragt

Luftbild mit Blick auf das Neubaugebiet am Northeimer Martinsgraben
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Das Neubaugebiet in der Northeimer Südstadt ist sehr gefragt. Fast alle Grundstücke sind verkauft.

Im privaten Bereich brummt aktuell der Immobilienmarkt: Grundstücke, Wohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser – alles ist am Markt gefragt.

Northeim – Einher gehen im Stadtbereich Preissteigerungen von 10 bis 15 Prozent, so Sieghard Willmer, Regionaldirektor des Bundesverbandes für die Immobilienwirtschaft für den Landkreis Northeim.

Er begründet die große Nachfrage mit den nach wie vor niedrigen Zinsen, zudem würde Northeim zunehmend auch für Leute, die in Göttingen arbeiten, aufgrund der günstigeren Preise attraktiv. Aktuell würden auch größere Objekte an Anleger verkauft, die in Form von „Betongold“ mit einer größeren Rendite rechneten.

Sieghard Willmer, Regionaldirektor des Bundesverbandes für die Immobilienwirtschaft für den Landkreis Northeim

Auch die Immobilienvermittlung der Kreis-Sparkasse Northeim bewegt sich trotz Corona-Pandemie weiterhin auf hohem Niveau, so KSN-Marketingchef Gernot Bollerhei. Treiber des Erfolgs sei zum einen die Ende 2019 begonnene Vermarktung des Baugebietes „Südlicher Wieter“ in Northeim: Der erste Bauabschnitt mit 30 Grundstücken wurde 2020 komplett abgeschlossen, vom zweiten Bauabschnitt mit 24 Grundstücken sind nur noch zwei Grundstücke zu erwerben.

Zum anderen wurden laut Bollerhei über das KSN-Immobilien-Zentrum zahlreiche Wohneinheiten aus größeren Eigentumswohnungsprojekten zum Beispiel im Northeimer Baugebiet „Sturmbäume“ oder in Hardegsen erfolgreich vermarktet. Der Eigenbedarf lag dabei bei den Käufern bei 60 Prozent, rund 40 Prozent nutzen den Immobilienerwerb als Kapitalanlage, so Bollerhei.

Kita, Grundschule, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten sowie eine gute Internetanbindung sind Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Immobilienverkauf. Insbesondere Städte wie Northeim, Hardegsen, Moringen und Nörten-Hardenberg seien als Wohnorte nachgefragt, erklären Willmer und Bollerhei gleichermaßen.

Größere Probleme gibt es laut Willmer hingegen bei der Vermittlung von Ladengeschäften und Gastronomiebetrieben. Da diese Branchen wegen der Corona-Folgen am Boden lägen. (Rosemarie Gerhardy)

Besichtigungen trotz Corona möglich

Die Coronaverordnung macht gerade Immobilienbesichtigungen nicht einfach. Doch nach wie vor werden sie von den Maklern unter Auflagen angeboten. Zurzeit dürfen nur zwei Mitglieder einer kaufinteressierten Familie begleitet von einem Makler eine Immobilie besichtigen. Die Verkäufer müssen während dieser Zeit abwesend sein, damit nicht zu viele Haushalte aufeinandertreffen, berichten die Immobilienmakler. Zudem gelten die Abstands- und Hygieneregeln. (rom)

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