Landkreis erklärt Informationspanne von Freitag

Impfen läuft in Northeim nach Liste

Zwei Frauen mit Mund-Nasen-Schutz halten ein Tablett mit Spritzen
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Warten auf die Impflinge: Dr. Mechthild Weskamp-Steigertahl (links)und Birgit Garburg vom Deutschen Roten Kreuz im Northeimer Impfzentrum.

Die Pressestelle des Landkreises Northeim hat am Freitag zu spät informiert.

Northeim – In dieser Woche werden in der Northeimer Stadthalle bis Freitag täglich 100 Personen gegen Corona geimpft. Das teilte der Landkreis Northeim mit, nachdem er am Freitag mit einem Aufruf an alle über 80-Jährigen für große Verwirrung gesorgt hatte (wir berichteten).

Bis Freitagmittag sei man noch davon ausgegangen, dass nicht alle Termine zugeteilt werden konnten, erklärt Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer. Als sich das dann am Freitagnachmittag als Irrtum herausgestellt habe, sei leider versäumt worden, die Presse rechtzeitig zu informieren.

„Als verantwortlicher Pressesprecher entschuldige ich mich dafür und für alle in diesem Zusammenhang ausgelösten Unsicherheiten.“ Die Telefone im Impfzentrum hätten am Freitag nicht stillgestanden.

„Menschlich kann ich das nachvollziehen“, sagt Frank Beckmann, Leiter des Impfzentrums. „Wir können vor Ort aber keine Abhilfe schaffen, denn Termine können ausschließlich über das Impfportal des Landes gebucht werden.“ Weder Anrufe im Impfzentrum noch die „Beschimpfung des Personals“ führten also zu einer Terminvereinbarung. Impfeinladungen erhalten die Impfberechtigten laut Beckmann je nach ausgewähltem Kommunikationsweg direkt per Brief oder E-Mail. Eine direkte Terminbuchung über die Terminhotline oder das Online-Portal werde erst nach vollständiger Abarbeitung der Warteliste für das Impfzentrum Northeim möglich sein.

Parallel zu den Impfungen im Impfzentrum seien die beiden mobilen Teams dabei, voraussichtlich bis zum Ende der Woche die Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen abzuschließen. Die nächsten Impftermine im Impfzentrum werde es voraussichtlich ab Montag, 1. März, geben.

Derzeit wird bereits auch der Impfstoff von „AstraZeneca“ eingesetzt, der nur an Personen vom 18. bis zum 64. Lebensjahr verimpft werden darf. Berücksichtigt wird dabei zunächst das Personal in Alten- und Pflegeheimen, in ambulanten Pflege- und Palliativdiensten, Rettungsdiensten, Impfzentren sowie in Haus- und Zahnarztpraxen.

Der Impfstoff von „AstraZeneca“ scheint nach allen bekannten Studien ebenso wie alle anderen sehr gut vor Komplikationen bei Covid-19 zu schützen. Darauf hat der ehemalige Vorsitzende des Northeimer Ärztevereins, Dr. Christian Steigertahl, hingewiesen. Vollständig damit geimpfte Personen seien wegen Covid-19 weder im Krankenhaus gewesen, noch gestorben. Insofern handele es sich nicht um einen „Impfstoff zweiter Klasse“, wie von manchen behautet werde, so Steigertahl.

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