Teil der Lehranstalt verkauft

In der Kalefelder Auetalschule sollen Senioren-Wohngruppen entstehen

Fünf Menschen stehen verteilt auf einer Treppe vor einem Gebäudeeingang.
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Dieser Teil der Auetalschule hat einen Käufer gefunden: (von links) Christoph Jaworski (Geschäftsführer Medicalnetworks CSJ GmbH + Co. KG), Ute Assmann (Vorstandsvorsitzende KSN), Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Jens Meyer (Bürgermeister Gemeinde Kalefeld) sowie Ralf Buberti (Kreis-Dezernent Bauen und Umwelt).

Der Landkreis Northeim verkauft bereits einen Teil der Auetalschule. Der nicht mehr für den Schulbetrieb genutzte Trakt wird, an die CSJ Projekt GmbH & Co. KG aus Kassel übertragen. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt. CSJ plane dort eine langfristige Investition.

Kalefeld – Der Kreistag hatte bereits im Dezember 2017 das Ende der Auetalschule Altes Amt Kalefeld beschlossen. Wegen zu geringer Schülerzahlen wird die Schule mit dem Ende des nächsten Schuljahres 2020/2021 geschlossen.

Vorgesehen sei der Ausbau des alten Schulgebäudes zu zwei Wohngruppen für Senioren sowie für eine kleine Wohngruppe für sechs intensivmedizinisch zu betreuende Patienten, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. In einem Neubau sollen zudem eine Tagespflege mit 35 bis 40 Plätzen und 15 Appartements für Senioren entstehen.

Die medizinische Versorgung sowie notwendige Betreuungsleistungen sollen von dem zum Unternehmensverbund gehörenden Pflegedienstleister Ascleoncare angeboten werden.

Seit dem Bekanntwerden der sich abzeichnenden Schulschließung hatten sich vermeintliche Käufer für die Immobilie interessiert. Der Landkreis hatte deshalb ein öffentliches Interessenbekundungsverfahren gestartet. Drei Angebote seien fristgerecht bis zum 15. Juli eingegangen, die Landrätin Astrid Klinkert-Kittel jetzt dem Kreisausschuss zur Entscheidung vorgelegt hatte.

Den Zuschlag für den Altbau der Auetalschule hat CSJ erhalten. Als Meistbietende wird sie neue Eigentümerin des Schulgebäudes – allerdings ohne Inventar – sowie des dazu gehörenden Grundstücks. Der Kreisausschuss hat Klinkert-Kittel beauftragt, die notwendigen Schritte zum Verkauf einzuleiten, so der Landkreis.

Den Hinweis auf die Immobilie hatte der Investor von der Kreis-Sparkasse Northeim (KSN) erhalten, mit der er seit einigen Jahren intensive Geschäftsbeziehungen pflegt. „Wir konnten mit unserem bestehenden Netzwerk dazu beitragen, eine nachhaltige Nachnutzung für die Immobilie zu finden“, macht KSN-Vorstandsvorsitzende Ute Assmann deutlich.

Die CSJ Projekt GmbH & Co. KG mit allen Tochtergesellschaften, besteht seit 2004 und ist ein Familienunternehmen mit rund 700 Mitarbeitern und den Unternehmensbereichen:

  • Gesundheitsmanagement: Abrechnung von Arztleistungen, als Vertragspartner für Krankenkassen unter anderem in der Telemedizin.
  • Pflege: ambulante und stationäre Pflege sowie Beatmungs- und Intensivpflege, digitale Patientenakte.
  • Immobilien: Verwaltung und Betreibung von Wohn-, Sozial- und Hotelimmobilien.

(Rosemarie Gerhardy)

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