Gemeinsam gärtnern für bessere Integration

In Northeim soll ein internationaler Garten entstehen

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Flüchtlinge pflegen ein Beet: Auch in Eisenach (Thüringen) gibt es internationale Gärten, dort heißt die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Aktion "Offene Gärten". Sie sind Begegnungsorte für Einheimische und Flüchtlinge. 

Northeim. Mit der gemeinsamen Bewirtschaftung von Gartenparzellen soll in Northeim ein neues Integrationsprojekt ins Leben gerufen werden.

In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales dafür ausgesprochen, einem dafür noch zu gründenden Verein eine Fläche zur Verfügung zu stellen – voraussichtlich in der Northeimer Südstadt.

Favorisiert werde seitens der Stadtverwaltung derzeit ein Bereich auf dem Freizeitgelände „Vogts Teich“, erläuterte Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser und begründete dies unter anderem damit, dass das Areal bereits begrenzt sei und über eine Toilettenanlage sowie einen Wasseranschluss verfüge. Darüber hinaus befinde sich mit dem Kindergarten Sixti II bereits ein potenzieller Kooperationspartner direkt vor Ort, der Interesse signalisiert habe. Ein weiterer Vorteil sei die Nähe zur Berufsbildenden Schule, die sich ebenfalls für das Projekt interessiere, und zum Café Dialog, das Hauptinitiator des Projektes sei. „Geplant ist, zunächst eine relativ kleine Fläche dafür vorzusehen und zu schauen, ob es funktioniert“, so Tannhäuser.

Ausschussmitglied Irnfried Rabe (FDP) gab hingegen zu bedenken, dass Projekte dieser Art in der Südstadt in der Vergangenheit nur schwer vor mutwilligen Beschädigungen zu schützen gewesen seien. Insofern empfehle er, alternativ auch nach einem anderen Standort Ausschau zu halten, was von der Mehrheit des Ausschusses befürwortet wurde.

Anne Schäfer vom Northeimer Café Dialog und Marianne Olliges vom Jugend- und Kulturzentrum, die als Mitinitiatoren das Projekt dem Ausschuss vorstellten, betonten jedoch, dass Bedenken dieser Art unbegründet seien. Erfahrungen aus Göttingen, wo es bereits solche Internationalen Gärten gebe, hätten gezeigt, dass diese auch in Stadtteilen mit sozialen Brennpunkten akzeptiert und geschont würden. 

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