Fünfmal leichter als Beton

Neu für Northeim: Brücke ganz aus Alu

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Neue Brücke aus Aluminium über den Rhumekanal in Northeim schwebt ein im Bild von links Bürgermeister Simon Hartmann, Thomas Hunold und Bernd Lehmann vom Tiefbauamt der Stadt Northeim

Zumindest für den Raum Northeim eine Neuheit: Erstmals wurde am Donnerstag eine vorgefertigte Brücke, komplett aus Aluminium, über einen Fluss installiert. 

Es handelt sich um eine Radfahr- und Fußgängerbrücke über den Northeimer Rhumekanal. Die Kosten sind laut Bürgermeister Simon Hartmann mit 67 000 Euro um 60 Prozent niedriger als ein vergleichbares Bauwerk aus Beton.

Mit der neuen Aluminiumbrücke über den Rhumekanal habe die Stadt eine wichtige innerstädtische Verbindung wieder hergestellt, betonte  Hartmann am Donnerstag, nachdem die vorgefertigte Konstruktion per Autokran eingeschwebt und auf die Fundamente der ehemaligen Holzbrücke abgesetzt worden war.

Ein Tieflader hatte zuvor die 16 Meter lange und 2,50 Meter breite Konstruktion, die nur drei Tonnen wiegt und damit fünfmal leichter als eine gleichwertige Betonbrücke ist, vom Herstellerwerk der Firma Altec in Mayen bei Koblenz nach Northeim transportiert.

Keine drei Stunden benötigten die beiden Monteure der Firma, um die zuvor am Kanal maßgenommene und in Mayen angefertigte Alu-Konstruktion an die richtige Stelle zu setzen und mit Schrauben zu verankern.

„Wir haben eine steigende Nachfrage nach solchen Brücken, die bereits einen Großteil unserer Produktionspalette ausmachen“, sagte Altec-Produktionsleiter Siegfried Berenz nach erfolgreicher Einpassung der Konstruktion, die auf eine maximale Traglast von fünf Tonnen ausgelegt sei.

Konstruktion soll 80 Jahre halten

Für die Stadt Northeim stelle die Alu-Brücke eine neue und erfreulicherweise recht preiswerte Alternative zu herkömmlichen Brückenbauten dar, ergänzte Tiefbauamtsleiter Thomas Hunold. Eigentlich seien für den Ersatzbau der maroden und deswegen abgerissenen Holzbrücke 200 000 Euro vorgesehen gewesen. Durch die Alu-Fertigungsweise habe man über 130 000 Euro sparen können.

Für künftige Brückenersatzbauten sei die wartungsfreie und mindestens 80 Jahre haltbare Aluminium-Lösung eine echte Alternative, allerdings nur für Fußgänger- und Radfahrbrücken, ergänzte Bernd Lehmann, im Tiefbauamt zuständig für Brücken. Er könne sich eine solche Konstruktion auch als Ersatz für die hölzerne Rhumebrücke am Brunkelskamp vorstellen. Die sei allerdings 30 Meter lang. 

Altec-Produktionschef Berenz: „Machbar ist das auch in dieser Länge, sogar ohne Mittelstütze.“

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