Bebauungsplan verabschiedet

Northeimer Rat sagt Ja zum Plan für Halle mit Skaterplatz

Die marode Schuhwallsporthalle (vorn) soll nach dem Neubau der Halle auf dem ehemaligen Realschulareal (Hintergrund) abgerissen werden. Das gibt Raum für rund 200 Parkplätze. Boltzplatz und Skateranlage sollen zwischen Hallenbad (rechts) und neuer Halle entstehen. Archiv
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Die marode Schuhwallsporthalle (vorn) soll nach dem Neubau der Halle auf dem ehemaligen Realschulareal (Hintergrund) abgerissen werden. Das gibt Raum für rund 200 Parkplätze. Boltzplatz und Skateranlage sollen zwischen Hallenbad (rechts) und neuer Halle entstehen. Archiv

Trotz einer Reihe von ungeklärten Detailfragen zur Ausgestaltung der Außensportanlagen und auch zur Hallenlüftung verabschiedete der Northeimer Stadtrat mit großer Mehrheit den Bebaungsplan für den Ersatzneubau der Schuhwallsporthalle.

Northeim - Es gab in der Abstimmung 25 Ja-Stimmen für den Bebauungsplan und sieben Voten dagegen. Die sieben Gegenstimmen kamen von der FDP, der FUL und teils der AfD.

FDP-Fraktionschef Eckhard Ilsemann hatte vor der Abstimmung noch einmal seine Kritikpunkte aus dem Bauausschuss konkretisiert. Mehrfach sprach er davon, dass die Stadt sich, weil aus Lärmschutzgründen die Hallenfenster beim Sportbetrieb nicht geöffnet werden dürften, eine vollklimatisierte „Dubai-Halle“ aufbürde, die nicht klimaneutral sei und hohe Betriebs- und Baukosten verursache. Statt der kalkulierten 11,2 Millionen Baukosten würden letztlich 19 bis 23 Millionen zu Buche stehen. Ursache dafür sei eben, dass das Grundstück für eine Halle nebst Außensportanlagen und zusätzlich lärmintensiver Skateranlage ungeeignet sei.

Auch Armin Töpperwien (FUL) wies darauf hin, dass zu viele Fragen vor Verabschiedung des Bebauungsplans ungeklärt seien und die Verwaltung alle Kritikpunkte damit abtue, dass im Plan ja nur „Platzhalter“ für Skateranlage, Bolzplatz, Kletterwand und Laufbahn eingezeichnet seien und es später noch eine Ausführungsplanung gebe. Die Fragen wolle man aber vorher geklärt wissen.

Helga Jäger (CDU) kritisierte ebenfalls die Vielzahl offener Fragen, die bis Ende März im Fachausschuss noch hätten geklärt werden könne, so dass man den Plan dann in der April-Ratssitzung hätte verabschieden können. Wenigstens habe die Verwaltung schon einen Tag nach der Bauausschusssitzung einige berechtigte Kritikpunkte beantwortet, darunter die nun doch ausreichende Größe des Bolzplatzes oder die Frage nach einem vergessenen Öltank auf dem Baugelände, der nun doch abtransportiert worden sein soll.

Jetzt, so sagten Jäger und auch Grünen-Fraktionschef Hans Harer, habe die Verwaltung auch noch überraschend vorgebracht, dass Eile geboten sei, weil sonst ein möglicher Landeszuschuss in Höhe von 400 000 Euro für den Hallenbau verloren gehen könnte, wenn nicht der Bebauungsplan sofort verabschiedet werde. Deshalb stimmten sowohl CDU als auch Grüne trotz Bedenken dem Plan nun zu.

Für die SPD stelle Rainer Giesemann klar, dass die Bedenken sowohl was die Größe des Bolzplatzes als auch die angeblich ungemütliche, weil eingehauste Skateranlage betrifft, grundlos seien. Auch die Klimaanlage werde sicher leise und keine große Energieschleuder sein.

Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) betonte, dass der Stadtrat bei der späteren Ausführungsplanung für das Außengelände noch genügend Mitspracherecht haben werde. Jetzt sei es wichtig, der Northeimer Jugend, die für den Bau der Skateranklage an der Halle sei, ein verlässliches Signal zu geben, dass man deren Wünsche ernst nimmt.

(Axel Gödecke)

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