1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim
  4. Northeim

„Jede Scheiß-Zeit geht irgendwann vorbei“: Johannes Oerding macht Northeimer glücklich

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Johannes Oerding Konzert Waldbühne Northeim
Johannes Oerding feierte am Freitag in der Northeimer Waldbühne mit über 7000 Menschen einen wunderbaren Konzertabend. © Hubert Jelinek

Der Dornröschenschlaf hat ein Ende: Mehr als 7000 Fans feierten am Freitag mit Deutsch-Popper Johannes Oerding auf der Northeimer Waldbühne das Comeback von Livemusik, Party und wunderbarer Stimmung.

Northeim - Schon am frühen Nachmittag pilgerten die ersten Fans aus allen Richtungen zur Waldbühne. Als gegen 19 Uhr die letzte graue Wolke über den Wieter zog, hatte Newcomerin Revelle als Supportakt leichtes Spiel, das bestens gelaunte Publikum zu begeistern.

Die Stimmung steigert sich natürlich extrem, als Oerding auf die Bühne springt: Locker in den Knien und mit einer Ausstrahlung, die ihn gleichermaßen als Frauenliebling wie als Kumpel für den mitgebrachten Ehemann qualifiziert, nimmt Oerding das Publikum sofort für sich ein: „Das Gute ist: Jede Scheiß-Zeit geht irgendwann vorbei“ sind seine ersten umjubelten Worte.

Dann folgt Hit auf Hit: „Wir haben einen Plan“, Oerdings Motto für die Nach-Corona-Zeit. Sehr empathisch seine Hommage an Northeim: „Wie im Teletubby“ fühle er sich angesichts der Hügel, lobt das Publikum, schäkert mit den Polizisten, dankt THW, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Und überhaupt die Location, Oerding kann sich nicht genug über das Kleinod im Wald freuen: „So etwas haben wir lange nicht gesehen, diese Bühne müsst Ihr füllen!“

Oerding sucht den Fan-Kontakt, fragt nach den Männern, die freiwillig gekommen sind und verspricht Mike, der seine Freundin begleiten musste, eine große Ladung Ramazotti, „bis morgen die Gesichtserkennung im Handy nicht mehr funktioniert“, um dann „Nie wieder Alkohol“ zu singen.

Nichts scheint geplant, die Stärke von Oerding ist seine Empathie und Spontanität: Fans fordern einen DJ-Bobo-Song, die erstklassige Band springt ein und einige Takte lang ist Disco-Feeling auf der Bühne.

Beim Ausflug ins Publikum zu Reggae-Klängen greift er sich ein Handy für Selfies mit Fans - und lässt seinen Gitarren-Roadie mit einem Instrument die Treppe hinaufsprinten, um dann mit „An guten Tagen“ solo einen Fan-Wunsch zu erfüllen.

Ähnliches passierte auch Alex aus Erfurt, der Oerding einen Song vortragen wollte - ein riskantes Unterfangen für den Star und für den Straßensänger, der für sein Lied „Universum“ aber sensationell viel Beifall erhält.

Kleine Fans holt Oerding auf die Bühne, singt mit ihnen „Kreise“ und versetzt alles und jeden in eine Wohlfühl-Atmosphäre, die die anfangs versprochenen „Orgien im Wald“ Realität werden lässt. Kurz vorm Ende, nach „Alles brennt“, fliegt ein schwarzer BH auf die Bühne. Fünf Zugaben absolviert die Band, bevor Oerding mit „Für immer ab jetzt“ einen mitreißenden Konzertabend beendet. (Axel Janssen)

Auch interessant

Kommentare