Jobaussichten für evangelische Pastoren sind glänzend

Symbolbild: Konopka/nh

Northeim. Wer hätte das gedacht: Insgesamt gibt es aus dem Gebiet des evangelischen Kirchenkreises Leine-Solling, das dem Gebiet des Landkreises Northeim ohne Kalefeld-Gandersheim entspricht, 31 junge Menschen, die evangelische Theologie studieren - neun mehr als vor einem Jahr.

Diese Zahl wurde bei einem adventlichen Treffen von Studierenden der Theologie aus dem Kreis Northeim bekannt, das in der Superintendentur in Northeim stattfand. Landesweit liegt der Kirchkreis mit dieser Anzahl an Studierenden mit an der Spitze, sagt der Sprecher des evangelischen Sprengels Hildesheim-Göttingen, Karl-Otto Scholz.

Die meisten bereiten sich auf den künftigen Dienst als Pastorinnen und Pastoren, Diakone oder Diakoninnen in der evangelischen Kirche vor, andere planen zunächst eine wissenschaftliche Laufbahn oder studieren für das Lehramt, berichtet Superintendentin Stefanie von Lingen. Die meisten der jungen Menschen studierten evangelische Theologie in Göttingen, etliche habe die Ausbildung aber auch nach Rostock, Münster oder Wuppertal geführt.

„Den engagierten Nachwuchs können wir gut gebrauchen“, sagt die Superintendentin. Man freue sich nicht nur im Kirchenkreis, sondern auch landesweit darüber, dass sich viele junge Menschen wieder eine berufliche Zukunft in der Kirche vorstellen können.

Das bestätigt auch Scholz: „Wir haben im Sprengel jetzt schon unbesetzte Pastorenstellen und es drohen noch mehr Vakanzen.“ Grund sei, dass deutlich mehr Geistliche in den Ruhestand gingen, als es fertig studierten Nachwuchs gebe.

Das sei vor zehn Jahren noch anders gewesen. Damals, so Scholz, habe die Landeskirche viele Stellen abbauen müssen, so dass Absolventen nach dem Vikariat nicht übernommen werden konnten. Dies habe dann dazu geführt, dass weniger junge Menschen das Theologie-Studium aufgenommen hätten. Scholz: „Wer jetzt die Prüfung schafft, hat quasi seinen Job sicher.“

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