Johanniter: Silvester Rücksicht auf Flüchtlinge nehmen

Northeim. Durch laute Knallerei in der Silvesternacht könnten Flüchtlinge ein Trauma erleiden, befürchen die Johanniter.

Mit Rücksicht auf die oftmals traumatisierten Flüchtlinge auch im Landkreis Northeim bitten die Johanniter in Niedersachsen darum, in der unmittelbaren Umgebung von Flüchtlingsunterkünften auf allzu lautes Silvesterfeuerwerk zu verzichten.

„In Deutschland ist das Feuerwerk zu Silvester Tradition, dies möchten wird auch niemandem nehmen. Doch unter den aktuellen Umständen bitten wir darum, in der Nähe der Notunterkünfte Zurückhaltung zu üben“, sagte in dieser Woche Thomas Mähnert, Vorstand im Johanniter-Landesverband Niedersachsen/Bremen.

Drei Heime im Landkreis 

Mit Blick auf die vielen Menschen, darunter auch zahlreiche Kinder, die Krieg und Gewalt mit einschlagenden Bomben erlebt haben und davor nach Deutschland geflüchtet sind, sollte ein rücksichtsvoller Umgang mit diesen Mitmenschen selbstverständlich sein, heißt es weiter.

Die Johanniter betreiben als Hilfsorganisation mehrere Flüchtlingsunterkünfte in Niedesachsen, im Landkreis Northeim, zum Beispiel im ehemaligen Kurhotel Bartels in Bad Gandersheim. Weitere Notunterkünfte für Flüchtlinge gibt es derzeit in Uslar und Dassel.

Die Johanniter weisen außerdem darauf hin, dass in ihren Unterkünften der Besitz von Feuerwerkskörpern und anderen pyrotechnischen Gegenständen jeglicher Art strikt untersagt ist. Nicht nur aus brandschutztechnischer Sicht stellten Feuerwerkskörper in Flüchtlingseinrichtungen nach Ansicht der Johanniter ein unvertretbar hohes Risiko dar. Vielmehr könne das laute und plötzliche Knallen zu Panik- und Angstreaktionen der Bewohner führen. 

Rubriklistenbild: © Symbolbild: Archiv

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