Neubau bereits seit eineinhalb Jahren in Betrieb

Johanniter weihen neue Kita in Edesheim ein

Edesheim – Rund eineinhalb Jahre nach der Inbetriebnahme wurde jetzt die von den Johannitern neu gebaute Kindertagesstätte in Edesheim offiziell eingeweiht. Der Bau kostete 1,25 Millionen Euro.

Die neuen Kita in Edesheim von außen: An das holzverschalte Gebäude schließt sich ein Außengelände mit vielen Spielmöglichkeiten an.

Edesheim - Zahlreiche Gäste, Eltern mit ihren Kindern, Erzieher und Kolleginnen anderer Kitas waren gekommen, um bei strahlender Sonne die Einrichtung einzuweihen. Grund für verspätete Einweihung waren die Beschränkungen, die die Corona-Pandemie immer wieder mit sich gebracht hatte. Die Veranstaltung fand laut Johanniter-Pressesprecherin Maike Müller jetzt unter Einhaltung der 3G-Regeln statt.

Entstanden sind im von den Johannitern finanzierten und auch von ihnen betriebenen Neubau eine Kindergartengruppe mit 25 und eine Krippengruppe mit 15 Plätzen. Der ebenerdige Bau kostetet 1,25 Million Euro.

Der Neubau ist 400 Quadratmeter groß und hat 17 Räume, darunter zwei Gruppenräume mit je einem Ruheraum, 2 Sanitärräume, ein barrierefreies WC, ein WC mit Dusche für die Küchenkraft, 2 Personal-WC, ein Hauswirtschaftstechnik-Raum, ein Sozialraum, ein Büro, ein Kinderwagenraum und zwei Materialräume.

Das Außengelände mit vielen Spielgeräten ist 1000 Quadratmeter groß. Den neuen Parkplatz zwischen Kita und Schule hat die Stadt bezahlt. Er kostete 60 000 Euro.

Einrichtungsleiterin Nicola Lahl berichtete von der Zeit des Baus. Am 1. August 2017 sei in der ehemaligen Grundschule eine Krippengruppe eröffnet worden. Im Frühjahr 2019 sei auch die Kita-Gruppe übergangsweise in die ehemalige Schule umgezogen, und der Abriss des alten Kindergartens begann. Am 11. März 2020 konnte die neue Einrichtung bezogen werden. Doch nur zwei Tage später sei die Kita wegen Corona geschlossen worden.

Zur Einweihung der Kindertagesstätte in Edesheim präsentierten die Mitarbeiterinnen ein Bild mit dem Entwurf für das neue Logo der Kita mit dem Namen „Weitsicht“. Rechts: Kita-Leiterin Nicola Lahl und der Dienststellenleiter der Johanniter in Northeim, Bernward Kellner.

Lahl: „Es folgte ein Notbetrieb, und die Eltern konnten die neue Kita leider nicht besuchen. Jetzt endlich können wir sie mit dem tollen Außengelände den Eltern und Gästen richtig präsentieren.“ Lahl bedankte sich bei allen Beteiligten, die an der Fertigstellung mitgewirkt haben, ein besonderer Dank ging an ihre Mitarbeiterinnen.

Sie lobte aber auch die kreative Zusammenarbeit mit den Eltern und Großeltern und anderen Beteiligten. „Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind aufzuziehen und stark zu machen“, zitierte sie ein afrikanisches Sprichwort, das in diesem Fall auch auf Edesheim zutreffe.

Die Leiterin erklärte auch, warum die Einrichtung den Namen „Weitsicht“ erhalten habe. Dieser sei nicht nur dem schönen Ausblick aus der Kita geschuldet, sondern sei auch vom Kita-Leitbild der Johanniter inspiriert. „Weitsicht stehe auch für Verantwortung, Mut, Respekt, Umsicht, Großzügigkeit sich selbst und anderen gegenüber und für einen Blick über den eigenen Tellerrand.“

Edesheims Pastor Julian Knötig segnete alle, die in der Kita ein- und ausgehen. Thorsten Müller, Regionalvorstand der Johanniter für Südniedersachsen, sprach allen Beteiligten seinen Dank aus. Es folgten Grußworte vom Architekten Thorsten Müller-Rauschgold, von Bürgermeister Simon Hartmann, den Ortsbürgermeistern Ernst Winkler (Edesheim) und Friedrich Lange (Hohnstedt), den Elternvertretern, der Vorsitzenden des TSV, Petra Sauer, als Repräsentantin aller Vereine des Ortes und von Corinna Kulp-Wahmke, Leiterin der Grundschule am Sultmer. Zum Abschluss überreichte Dienststellenleiter Bernward Kellner der Kitaleiterin Nicola Lahl mit dankenden Worten einen großen Blumenstrauß.

Als Überraschung hatten die Kita-Kinder selbst eine Tanzeinlage einstudiert, die sie dem begeisterten Erzieher-Team und den Gästen vorführten.

Nach dem offiziellen Teil gab es für die Kinder spannende Aktivitäten wie Ponyreiten, eine Hüpfburg, Kinderschminken, eine Buttonmaschine, ein Feuerwehrauto zur Besichtigung oder ein Johanniter-Motorrad, auf dem sie sitzen konnten. Die Erwachsenen schauten sich die Räumlichkeiten der Kita und das Außengelände an. (Axel Gödecke)

Rubriklistenbild: © Hartmann/Stadt Northeim/nh

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