Kritik an Entscheidung der Landesjugendfeuerwehr

Jugendfeuerwehren Northeim: „Wir wollen kein Geld von Edathy“

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Northeim. Dass die Landesjugendfeuerwehr die 5000 Euro aus dem Edathy-Verfahren annehmen will, stößt bei den Jugendwehren im Landkreis Northeim auf Kritik.

„Wir distanzieren uns ganz deutlich davon“, sagte Kreisbrandmeister Bernd Kühle. „Die Entscheidung ist für uns nicht nachvollziehbar.“ Diese Meinung herrsche bei allen Jugendfeuerwarten im Landkreis, betonte Kühle.

Bernd Kühle

Das Geld, das Sebastian Edathy als Geldauflage für die Einstellung des Kinderpornographie-Verfahrens gegen ihn zahlen muss, war zuvor bereits vom Kinderschutzbund abgelehnt worden. Die Entscheidung, wohin das Geld fließen soll, trifft das Landgericht Verden.

„Der Kinderschutzbund hat ganz richtig entschieden“, sagt Kühle. Mit der Entscheidung des Gerichts sei der Eindruck entstanden, man könne sich mit Geld reinwaschen. Dazu komme, dass Edathy keine Spur von Reue zeige.

Angst vor Imageverlust 

„Das wird nicht förderlich für unsere Jugendarbeit sein“, befürchtet der Kreisbrandmeister eine Imageverlust für die Jugendfeuerwehren durch die Entscheidung der Landesfeuerwehrwartin.

Ähnlich wie die Jugendfeuerwehren im Landkreis Northeim haben bereits eine ganze Reihe von weiteren Jugendwehren in Niedersachsen ihrem Ärger über die Entscheidung der Landesjugendfeuerwehrwartin Anke Fahrenholz Luft gemacht. Die bleibt aber bei ihrer Entscheidung. Das Geld soll in einem Präventionskonzept im Bereich Kindeswohlgefährdung verwendet werden. Von einem solchen Konzept hat allerdings Kreisbrandmeister Kühle noch nichts gehört. (ows)

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