Info-Café am 24. August

Jugendhilfe Südniedersachsen sucht Pflegefamilien

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Spaß mit Mama und Papa: Nicht alle Kinder wachsen in harmonischen Familienverhältnissen auf. Wenn die Jugendämter in Northeim oder Göttingen davon überzeugt sind, dass mit Blick auf das Kindeswohl die Unterbringung in einer Pflegefamilie notwendig ist, werden die Dienste der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen in Anspruch genommen.

Northeim/Göttingen. In den Landkreisen Northeim und Göttingen sowie in der Stadt Göttingen gibt es zu wenig Pflegefamilien. Darauf hat jetzt die Jugendhilfe Süd-Niedersachsen hingewiesen.

Bedarf gibt es für alle drei Dienste der Jugendhilfe, die mit den Pflegeeltern zusammenarbeiten und diese ständig beraten und begleiten:

In der Familiensonderpflege (FSP), die 1993 bei der Vereinsgründung ins Leben gerufen wurde, werden derzeit in Südniedersachsen 30 Kinder betreut, die aufgrund einer Schädigung oder einer Behinderung einen hohen pädagogischen Bedarf haben, aber noch in Familien leben können. Als Pflegeeltern werden hier erfahrene Eltern oder Menschen mit pädagogischer Ausbildung gesucht, die bereit sind, für mehrere Jahre – unter Umständen ab dem Alter von wenigen Monaten bis zum vollendeten 21. Lebensjahr – Kindern außerhalb der Herkunftsfamilie ein Zuhause zu bieten.

Die Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB)wurde 1999 als Übergangsstufe eingerichtet, um für die endgültige Vermittlung von Kindern an Pflegefamilien mehr Zeit zu haben. Hierfür werden Personen gesucht, die in der Lage sind, kurzfristig, manchmal auch von einem Tag auf den anderen, Kinder mit pädagogischem Bedarf aufzunehmen und bis zu sechs Monate, in einigen Fällen auch länger, zu betreuen, bis eine Pflegefamilie gefunden worden ist. Zurzeit werden von diesem Dienst 41 Kinder betreut.

Seit 2014 bietet die Jugendhilfe Süd-Niedersachsen außerdem Gastfamilien für junge Flüchtlinge (GjF) als gesonderten Dienst an. Hierfür werden Menschen gesucht, die bereit sind, sich bei der Betreuung von jungen Menschen mit unterschiedlichen Kulturen, Werthaltungen und Religionen auseinanderzusetzen. Zurzeit werden in diesem Bereich 30 Kinder und Jugendliche betreut. 

Für alle Interessenten, die sich vorstellen können, Kindern und Jugendlichen ein Zuhause zu bieten, bietet die Jugendhilfe Süd-Niedersachsen am Freitag, 24. August, an ihrem Standort in Göttingen (Gothaer Platz 1) ein Info-Café an, bei dem es auch eine Kinderbetreuung geben wird. Ab 15 Uhr werden dort alle Fragen rund um das Thema Gast- und Pflegefamilien beantwortet, unter anderem auch zur Vergütung.

Die Jugendhilfe Süd-Niedersachsen ist ein eingetragener Verein, der 1993 von den Jugendämtern der südniedersächsischen Kommunen gegründet wurde. Mitglieder sind heute die drei Jugendämter des Landkreises Northeim sowie des Landkreises und der Stadt Göttingen. Aufgabe des Vereins ist es, im Zuständigkeitsbereich aller drei Kommunen Familien, Paare, Lebensgemeinschaften oder Einzelpersonen zu betreuen, die in unterschiedlichem Umfang für die Pflege und Betreuung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen. Bei Bedarf wenden sich die Jugendämter an die Jugendhilfe, die dann den Kontakt zwischen Jugendamt und den geeigneten Betreuungspersonen herstellt. Die Entscheidung, ob die Pflege dann an diese Personen übertragen wird, trifft aber in jedem Fall das jeweilige Jugendamt.

Kontakt: www.jugendhilfe-sued-niedersachsen.de, Tel. 0551/999 589 81

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