Kein Anspruch auf Prüfungswiederholung

Jungjägerin aus dem Kreis Northeim scheitert erneut vor Gericht

Durchgefallen: Eine junge Frau aus dem Kreis Northeim hatte das Ergebnis ihrer Jägerprüfung nicht akzeptiert (Symbolbild).
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Durchgefallen: Eine junge Frau aus dem Kreis Northeim hatte das Ergebnis ihrer Jägerprüfung nicht akzeptiert (Symbolbild).

Eine junge Frau aus dem Landkreis Northeim, die bei der Jägerprüfung durchgefallen war, hat jetzt erneut eine gerichtliche Niederlage erlitten. Die Klägerin wollte das Ergebnis ihrer Prüfung nicht akzeptieren und war deshalb zunächst vor das Verwaltungsgericht Göttingen gezogen.

Northeim - Die junge Frau wollte den Landkreis Northeim als Jagdbehörde gerichtlich dazu verpflichten, sie den mündlichen-praktischen Teil wiederholen zu lassen. Das Gericht lehnte ihre Klage allerdings als unbegründet ab. Die Klägerin stellte daraufhin beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG ) einen Antrag auf Zulassung der Berufung – wieder ohne Erfolg.

Die 2001 geborene Klägerin hatte im Rahmen ihrer Jungjägerprüfung im April 2018 den mündlich-praktischen Teil absolviert. Diese Prüfung erstreckte sich unter anderem auf das sogenannte Fachgebiet 1 („Dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere“). Die Prüfer bewerteten ihre Leistung in diesem Prüfungsteil mit der Note „mangelhaft“.

Im schriftlichen Teil hatte sie die Note 4 bekommen, sodass sie am Ende die Gesamtnote von 4,5 erhielt. Nach der Niedersächsischen Verordnung über die Jäger- und Falknerprüfung galt damit die gesamte Jägerprüfung als nichtbestanden. Die junge Frau begründete ihre Klage damit, dass in dem Prüfungsprotokoll die ihr gestellten Fragen nicht richtig wiedergegeben seien.

Hätte man ihr die dort aufgeführten Fragen gestellt, hätte sie diese auch richtig beantwortet. In dem Protokoll ist angegeben, dass die Klägerin die ihr vorgelegten Präparate fast alle nicht erkannt habe. Sie habe oft fragend dagestanden und nur geraten – und dann falsch. Die Klägerin monierte, die Protokollierung des Prüfungsgesprächs sei derart unzureichend, dass von einem Prüfungsprotokoll gar keine Rede sein könne.

Anhand des Protokolls lasse sich der Verlauf der Prüfung nicht nachvollziehen. Das Protokoll beruhe auf teils nicht lesbaren, teils nacherstellten Notizen der Prüfer, so die Klägerin.

Nach Ansicht des OVG sei die Prüfung dagegen hinreichend dokumentiert, ein formaler Mangel liege nicht vor. Die Lüneburger Richter warfen der Klägerin zudem mangelnde Mitwirkung vor. Sie habe es an einer eigenen Darstellung der Prüfungsinhalte vermissen lassen und sich lediglich darauf zurückgezogen, dass ihr die im Protokoll erwähnten Fragen gar nicht gestellt worden seien. Es sei ihr aber zuzumuten, den Ablauf der Prüfung selbst zu schildern. Dies habe sie nicht getan.  (pid)

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