Ein Jungstorch pro Nest in 2014

Erstmals Bruterfolg: Diese beiden Jungstörche sind die ersten, die im Sülbecker Storchenhorst flügge geworden sind. Ursprünglich waren dort drei Junge geschlüpft, doch eins davon hat das regnerische Wetter nicht überlebt. Gestorbene Küken werden von den Eltern aus dem Nest geworfen oder manchmal sogar als Nestmaterial verbaut. Foto: Schulz / nh

Northeim. Das Wetter hat auch im vergangenen Jahr wieder den Störchen einen Strich durch die Familienplanung gemacht.

Das geht aus dem Jahresbericht von Bernd-Jürgen Schulz aus Sülbeck hervor, der sich im Landkreis Northeim als Storchenvater um die imposanten Stelzvögel kümmert. Der viele Regen im Mai forderte unter den Jungstörchen wie bereits im Jahr zuvor viele Opfer, sodass insgesamt nur elf Jungtiere aufgezogen werden konnten - im Durchschnitt eins pro Nest.

Spitzenreiter in Sachen Nachwuchs waren die Störche in Langenholtensen. Sie schafften es, trotz des ungünstigen Wetters ihren Nachwuchs komplett aufzuziehen, sodass Anfang August vier Jungstörche von Langenholtensen aus ins Winterquartier nach Afrika starteten.

In Denkershausen sorgten die Langenholtenser Störche allerdings dafür, dass die Nachwuchsbilanz nicht so ausgefallen ist, wie sich das Storchenvater Schulz erhofft hatte. Das Pärchen, das dort den neu errichteten Horst als Kinderstube auserkoren hatte, wurde nämlich von dem Paar aus Langenholtensen vertrieben.

Auch in Hollenstedt erblickten im vergangenen Jahr wieder Jungstörche das Licht der Welt, doch die drei Küken, die dort geschlüpft waren, fielen dem schlechten Wetter zum Opfer, ebenso wie der Storchennachwuchs, der im neu errichteten Horst in Wolbrechtshausen registriert worden war. Eine Premiere in Sachen Storchennachwuchs gab es im Storchenhorst in Sülbeck. Dort wurden zwei von insgesamt drei geschlüpften Jungstörchen flügge.

Am Storchennest in Immensen hatte sich im vergangenen Jahr ein ganz neues Storchenpaar gefunden. Während das Männchen hier in der Region schon ein alter Bekannter ist und bisher in Markoldendorf zuhause war, handelte es sich bei der Storchendame um einen Neuankömmling im Landkreis Northeim. Das neue Paar, das ein Junges aufzog, fühlt sich in der Region offensichtlich besonders wohl, denn wie Storchenvater Schulz festgestellt hat, sind sie bislang nicht ins Winterquartier abgezogen.

Auch das Storchenpaar, das in Salzderhelden gebrütet hat, ist derzeit noch im Leinepolder zu beobachten und spart sich offensichtlich die Reise in den Süden. Sein Nest, in dem zwei von vier geschlüpften Jungtieren flügge wurden, ist inzwischen durch ein neues ersetzt worden, da der alte Mast der Belastung wohl nicht mehr lange standgehalten hätte. Immerhin brachte das alte Nest 17 Zentner auf die Waage.

In Markoldendorf überlebten ebenfalls zwei von vier geschlüpften Küken das Regenwetter. In Ellensen ging die komplette Brut verloren.

Neue Nester wurden in Greene und Sievershausen (Stadt Dassel) errichtet. Dort hofft man in diesem Jahr auf die ersten Störche.

Von Niko Mönkemeyer

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