Kanalarbeiten im Northeimer Dörtalsweg starten 2017

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Viel befahren: der Dörtalsweg in Northeim. 2017 soll hier die Kanalsanierung starten.

Northeim. Mit der Sanierung der Kanalrohre im Northeimer Dörtalsweg soll 2017 begonnen werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis 2018 andauern.

Das Göttinger Ingenieurbüro Temme bekam nun für 113.000 Euro den Zuschlag dafür.

Der Betriebsausschuss des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung der Stadt vergab jetzt einstimmig die Planungsleistungen dafür an das Göttinger Ingenieurbüro Temme. Zur Sitzung im Eigenbetriebsgebäude auf der Kläranlage hatten sich etliche Anlieger aus dem Dörtalsweg eingefunden. Ihr Sprecher, Till Spannaus, ließ es sich in der Bürgerfragestunde denn auch nicht nehmen, einmal mehr auf mögliche Geldverschwendung bei der Projektplanung Dörtalsweg hinzuweisen, zumal die Planung schon einmal an ein anderes Büro vergeben gewesen sei und man nunmehr den Planer wechsele.

Anwohner: Geld verschwendet

Spannaus’ Frage, wie hoch denn insgesamt bereits die Kosten für die Planung sind, konnte der Technische Leiter des Eigenbetriebs Gerhard Schönekeß ad hoc nicht beantworten. Dies soll jedoch im Protokoll erfolgen. Schönekeß betonte allerdings, dass die mit 15 000 Euro vergütete Teilplanung des bisherigen Büros vom neuen Planer mit verwendet werden könne, so dass das Geld nicht vergebens ausgegeben worden sei. Dies gelte auch für ein bereits vorliegendes Bodengutachten.

Schönekeß versicherte zudem auf Nachfrage, dass der Eigenbetrieb nach Ende der Kanalarbeiten die Fahrbahn in dem Zustand wiederherstellen werde, wie sie derzeit sei. „Alles andere liegt nicht in unserer Zuständigkeit“, ergänzte er und spielte damit auf die in der seit Jahren im Rat umstrittene Frage an, ob es nach der Kanalsanierung einen für die Anlieger beitragspflichtigen Vollausbau der Straße oder nur eine Instandsetzung geben soll. Die Zuständigkeit für den Straßenbau liege beim Tiefbauamt der Stadt, sagte Schönekeß. Politisch zuständig seien der Bauausschuss und der Rat.

„Entscheid über Straße nötig“

Denn Ball nahmen die Ausschussmitglieder Alfons Born (FUL), Anskar Lürig (CDU) und Burkhard Ernst (FDP) auf und mahnten an, dass der Rat endlich über den Straßenbau eine Entscheidung fällen müsse. Ernst: „Seit 2012 eiern wir hier rum und es passiert nichts.“

Der Ausschuss kam trotzdem überein, den Planungsauftrag für die Kanalsanierung jetzt ans Büro Temme zu vergeben. Die Sanierung soll beim Schmutzwasser in geschlossener Bauweise ohne Öffnung der Straßenraums und beim Niederschlagswasser in offener Bauweise erfolgen.

Eigentümer-Beratung

Die Ingenieurleistungen für die Beratung der 50 Anlieger im Dörtalsweg, die dafür sorgen müssen, dass ihre Grundstücke regelkonform an die Entwässerung angeschlossen sind, vergab der Ausschuss für 56 500 Euro an die Bürogemeinschaft Hesse/Temme in Göttingen. Die Beratung des Büros wird für die Anlieger allerdings kostenfrei sein.

Der Eigenbetrieb wird nach den Worten seines Technischen Leiters zeitnah auch eine Anliegerinformationsveranstaltung ausrichten.

TV-Befahrung: Videos für Anwohner

In der Sitzung sagte die Stadtverwaltung zu, dass die TV-Befahrung des Hauptkanals im Dörtalsweg den Anwohnern zugänglich gemacht werden soll, eventuell sogar als Kopie für jeden Anwohner, der das wünscht. Zumindestens aber sollen die Anwohner das Video bei der Stadt ansehen können.

Das hatten die Anlieger gefordert, damit sie sich selbst ein Bild von der Notwendigkeit des Umfangs der Sanierung machen könnten und gegebenenfalls eigene Experten fragen können.

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