Bewerber um Landratsposten stellten sich vor

Kandidaten: Kreisfusion soll begraben werden

Northeim / Hardegsen. Das Thema Kreisfusion hat sich wohl für die nächsten zehn bis 15 Jahre erst einmal erledigt. Darin waren sich Astrid Klinkert-Kittel, Dr. Bernd von Garmissen und Jörg Richert beim HNA-Lesertreff am Mittwochabend in Hardegsen einig.

Mehr als 120 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich ein persönliches Bild von den Landratskandidaten zu machen. Dabei erfuhren sie unter anderem, dass alle drei Bewerber einen Zusammenschluss des Landkreises Northeim mit einem der Nachbarkreise auf absehbare Zeit nicht für realistisch halten.

Aus Sicht von Jörg Richert, der als Einzelbewerber bei der Wahl antritt und von der FDP unterstützt wird, käme lediglich der neue Großkreis Göttingen-Osterode als Partner in Frage. Doch nach seiner Kenntnis sei diese Fusion „mit heißer Nadel gestrickt“ worden. „Die Kollegen in den dortigen Verwaltungen werden in den nächsten Jahren erst einmal damit beschäftigt sein, die eigenen Probleme zu lösen, ehe sie sich mit einer weitern Fusion beschäftigen.“

Rückblick

So war der Liveticker vom Lesertreff

Als „theoretische Gespinste“ bezeichnete Astrid Klinkert-Kittel, die für die SPD bei der Wahl an den Start geht, die Vorstellung, der Landkreis Northeim könne sich durch eine Fusion Vorteile verschaffen. „In der gegenwärtigen Situation würde der Landkreis Northeim lediglich geschluckt werden.“

CDU-Kandidat Dr. Bernd von Garmissen hält die Diskussion um eine mögliche Fusion für einen „Stimmungs-Töter“ und plädierte dafür, das Thema zu begraben und sich stattdessen um eine interkommunale Zusammenarbeit zu kümmern, sowohl zwischen den Landkreisen als auch innerhalb des Landkreises Northeim. Von Garmissen: „Das ist ein noch völlig unbestelltes Feld.“

Als weitere Themen standen die Finanzen, das Schulwesen und die Infrastruktur im Mittelpunkt.

Das Thema zum Nachhören in unserer Radio-HNA-Soundcloud:

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