Aus Kantine werden Büros: Wirtschaftsförderung zieht um

Umzug fast geschafft vollbracht: Die Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus ist jetzt im Erdgeschoss des Kreishauses zu finden. Das Foto zeigt (von links) Regionalmanagerin Regine Albert (MCON), Monika Meergans, Leiter Stefan Wolfgang, André Schumann, Petra Becker-Jörns, Erster Kreisrat Dr. Hartmut Heuer und stellvertretender Leiter Holger Mißling. Foto: Gödecke

Northeim. Die Wirtschaftsförderungsstelle des Landkreises Northeim ist in die ehemalige Kantine im Erdgeschoss des Kreishauses umgezogen.

Gegessen wurde in der Kantine des Northeimer Kreishauses kaum noch. Vielleicht noch 20 von 300 Mitarbeitern nutzten zuletzt das Angebot, im eigenen Haus Mittag essen zu können. Da fiel die Entscheidung, die Einrichtung aufzugeben und die Räumlichkeit im Erdgeschoss für andere Zwecke zu nutzen, leicht. Jetzt hat hier die Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus Einzug gehalten.

Die Kreisverwaltung will durch den Umzug vor allem mittelfristig Kosten einsparen, sagt Erster Kreisrat Dr. Hartmut Heuer. Grund: Bislang war die mit sechs kreiseigenen und zwei externen Kräften besetzte Wirtschaftsförderungsstelle im Behördenzentrum auf dem ehemaligen Kasernengelände am Scharnhorstplatz untergebracht. Dafür musste der Landkreis jährlich 36 000 Euro Warmmiete bezahlen.

Miete fällt weg

Diese Kosten werden künftig wegfallen, denn nun sind Stabstellenleiter Stefan Wolfgang, sein Stellvertreter Holger Mißling und die anderen Wirtschafts- und Tourismusförderer mit im Mutterhaus untergebracht. Doch damit nicht genug: Auch ein Dienstfahrzeug für die Abteilung wird nicht mehr benötigt. Wolfgang: „Und nicht zuletzt sind natürlich die Wege innerhalb der Verwaltung viel kürzer, die hausinterne Kommunikation geht schneller.“

Essen lieber in der Stadt

Dass die Kantine im Kreishaus von den Beschäftigten der Kreissverwaltung kaum noch genutzt wurde, mag vor allem daran liegen, dass viele die Mittagspause lieber dazu nutzen, in die Innenstadt und ins City-Center zu gehen und sich dort zu verpflegen, vermutet der Erste Kreisrat. Zur Zeit sind alle Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung dabei, die von einem Umzugsunternehmen herübergeschafften Kartons auszuräumen und die Büros einzurichten. Die alten Möbel wurden mitgenommen.

Gekostet hat der Umbau der Kantine 140 000 Euro, wovon jedoch allein 60 000 Euro auf die ohnehin notwendige Fenstersanierung entfielen. Die sei während des Kantinenbetriebs, der vor einem halben Jahr eingestellt wurde, immer wieder verschoben worden, erläutert Dr. Heuer.

80 000 für Büro-Umbau

Der reine Umbau der Kantine in Büroräume habe 80 000 Euro gekostet. Eine Investition, die sich laut Heuer in etwa zwei Jahren durch die Einsparuzng der bisherigen Mietzahlung amortisiert haben wird. Entstanden sind sieben Büros, eine kleine Teeküche und ein Technikraum.

Mit untergebracht in der Stabssstelle Wirtschaftsförderung sind auch zwei Mitarbeiterinnen der Beratungsfirma MCON, die für das Regionalmanagement im Rahmen des noch bis Mitte 2015 laufenden EU-Förderprogramms Integrierte Ländliche Entwicklung (ILEG) zuständig sind. (goe)

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