Kaskade sprudelt wieder: Seldebachbett wurde saniert

Wasserfall: Die Kaskade am Northeimer Ortseingang nahe des Stadtfriedhofs plätschert wieder munter. Stadtförster Siegfried Arndt (links) und Holger Reichelt von der Landschaftbaufirma Nüske sind zufrieden. Foto: Gödecke

Northeim. Jetzt plätschert sie endlich wieder, die Kaskade des Seldebaches am Ortseingang von Northeim aus Richtung Katlenburg kommend. Wie bei einem Wildbach rauscht das Wasser zu Tal.

Möglich machte es die Sanierung des Bachbettes durch das Northeimer Stadtforstamt, die in diesen Tagen abgeschlossen wurde.

Zehn Tage lang waren Mitarbeiter der Fredelsloher Landschaftsbaufirma Nüske damit beschäftigt, mit einem Minibagger das rund 700 Meter lange Bachbett von Bäumen, Astwerk, Laub und Schlamm zu befreien. Außerdem dichteten sie den an mehreren Stellen gebrochenen Damm des Grabens ab. An den Bruchstellen war ein Großteil des Seldewassers bislang schon vor der Kaskade am Lohgraben den Berghang hinunter geflossen.

„Auch direkt an der Seldequelle haben wir den Graben ausgebracht, so dass wieder mehr Wasser direkt von der Quelle und nicht nur von den Schwefelteichen am Wieter bis zur Kaskade kommt“, erläutert Holger Reichelt, Geschäftsführer der Firma Nüske.

Die Seldequelle befindet sich etwa 50 Meter oberhalb der Tennishalle am Northeimer Gesundbrunnen und speist neben dem Seldebach auch noch ein Feuchtbiotop am Northeimer Flugplatz.

Der Grabenlauf der Selde, die vor Jahrzehnten die Northeimer Brauerei mit Quellwasser zum Brauen versorgte, war vor über 25 Jahren vom Gesundbrunnen bis zum Lohgraben künstlich durch Mitarbeiter einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wieder geöffnet und neu angelegt worden. Seitdem war er jedoch kaum gewartet worden und der Bachlauf fiel trocken - ein Zustand der schon über Jahre andauerte und von etlichen Einwohnern bemängelt wurde (die HNA berichtete).

Stadtförster Siegfried Arndt, der seit fünf Jahren neben dem Moringer auch den Northeimer Forst betreut und den Missstand gar nicht kannte, hatte schließlich im vorigen Jahr Abhilfe zugesagt und nun auch Wort gehalten. Rund 7500 Euro hat die Sanierung gekostet, Geld, das er aus seinem von Holzverkäufen gespeisten Stadtforstbudget nehmen muss.

Mit dem Geld wurde nicht nur die Aufbringung des Grabenlaufs bezahlt, sondern auch der nochmalige Freischnitt des Treppenaufgangs mit Bogenbrücke an der Kaskade. Arndt versprach, künftig die Anlage regelmäßig zu pflegen.

Einheimische und Gäste dürfte es freuen, denn der kleine Wasserfall bildet nun wieder einen schönen Blickfang direkt an der Northeimer Ortseinfahrt.

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