1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim
  4. Northeim

Katholische Gemeinde in Northeim will neue Krippe bauen

Erstellt:

Von: Axel Gödecke

Kommentare

Im Untergeschoss des Pfarrhauses (im Bild links) plant die katholische St.-Marien-Gemeinde Northeim die Unterbringung der neuen Krippengruppe. Hinten rechts ist die katholische Kirche zu sehen.
Im Untergeschoss des Pfarrhauses (im Bild links) plant die katholische St.-Marien-Gemeinde Northeim die Unterbringung der neuen Krippengruppe. Hinten rechts ist die katholische Kirche zu sehen. © Axel Gödecke

Die St.-Marien-Kirchengemeinde in Northeim als Träger des Kindergartens an der Gardekürassiersstraße plant die Einrichtung einer Krippengruppe.

Northeim – Die katholische Kirchengemeinde St. Marien in Northeim möchte möglichst noch in diesem Jahr ihre Kindertagesstätte auf dem Gelände der Gemeinde an der Gardekürassierstraße um eine Krippe für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren erweitern.

Dafür soll das Untergeschoss des Pfarrhauses, in dem jetzt unter anderem eine Doppelgarage und andere Räumlichkeiten untergebracht sind entsprechend umgebaut werden. Die kalkulierten Kosten für den Umbau belaufen sich auf 493 000 Euro, wovon die Kirchengemeinde selbst allerdings 50 000 Euro selbst für die Umnutzung der Garage und die Errichtung einer Ersatzgarage aufbringen will.

Unterstützung bekommt die Gemeinde für ihr Krippenprojekt von der Stadt Northeim, die auch die Beantragung der Zuschüsse für den letztlich noch 443 000 Euro kostenden Umbau übernommen hat. Geplant ist laut Stadtverwaltung, den Umbau voll aus Landes- und Landkreiszuschüssen für die Errichtung neuer Krippenplätze sowie aus jährlich fließenden Kreiszuschüssen zum Betrieb von Kitaeinrichtungen zu finanzieren.

Allerdings wird sich das Projekt nun doch nicht ganz so schnell angehen lassen, wie ursprünglich gedacht. Grund: Die vom Land für den Krippenausbau zur Verfügung gestellten Fördermittel sind aktuell ausgeschöpft, sodass derzeit die beim Land für das Projekt beantragten 180 000 Euro an Zuschüssen noch nicht fließen können. Dementsprechend können auch die vom Landkreis eigentlich für die neue St,-Marien-Krippe vorgesehenen Mittel noch nicht abgerufen werden. Damit Teile dieser Fördermittel nicht verfallen hat der Stadtrat in seiner Dezembersitzung beschlossen, einen Teilzuschuss des Kreises in Höhe von 74 000 Euro erst einmal zur Begleichung von Rechnungen für den bereits laufenden Neubau der Kita in der Northeimer Südstadt zu verwenden.

Die St.-Marien-Gemeinde und die Stadt hoffen allerdings auf eine schnelle Neufüllung des Landestopfes für den Bau von Krippenplätzen. Sobald die Nachricht darüber vom Land vorliege, werde die Stadtverwaltung die Zuschüsse neu für die St.-Marien-Gemeinde beantragen, heißt es aus dem Rathaus.

Auch die Kirchengemeinde geht davon aus, dass Krippenprojekt noch in 2023 anschieben zu können, wie Tanja Weide, Verwaltungsbauftragte des Bistums in der Pfarrgemeinde St. Marien bestätigt. Der Umbau befinde sich nach ihren Worten in der Planung, eine Baugenehmigung solle bald eingeholt werden.

Die neue Krippe mit 15 Plätzen soll danach im Untergeschoss des Pfarrheims, in dem sich im Hochparterre der Pfarrsaal befindet eingerichtet werden. Diese Lösung wurde deswegen gewählt, weil auf dem Gelände des benachbarten St.-Marien-Kindergartens, der drei Gruppen mit 60 Kindern umfasst, kein Platz mehr für einen Anbau ist.

Die geplante neue Krippe werde als Außenstelle der Kita im benachbarten Pfarrheim geplant und solle einen eigenen Eingang von der zu den Gärten ausgerichteten Rückfront des Gebäudes erhalten und dort auch Spielfreiflächen bekommen. (Axel Gödecke)

Auch interessant

Kommentare