Kaufmannschaft erwartet Ansturm der Geschenke-Käufer

Das Weihnachtsgeschäft läuft: Für Expert-Geschäftsführer Klaus Borchert sind Smartphones die absoluten Renner. In der Parfümerie HC (von links Angela Kappey, Rebecca Deutz, Jennifer Simsch) fragen die Kunden nach speziellen Düften. Fotos:  Oschmann

Northeim. Nur noch wenige Tage bleiben für den Geschenke-Kauf. Wir haben mit den Einzelhändlern über das Weihnachtsgeschäft und die Trends in diesem Jahr gesprochen.

Einige haben ihre Weihnachtsgeschenke schon im Sommer besorgt, doch das sind die wenigsten. Die meisten stecken gerade mittendrin im Präsente-Kauftrubel, haben schon vieles zusammen, aber noch nicht alles. Und dann gibt es die Gruppe, für die Heiligabend wie immer völlig überraschend kommt und die auf den letzten Drücker los rennen.

Für Doris Ohlmer, Vorsitzende des Northeimer Stadtmarketings, könnte die Frequenz an Käufern natürlich größer sein, unzufrieden ist sie mit den bisherigen Umsätzen aber keineswegs. „Es läuft aktuell alles relativ normal“, lautet ihre Einschätzung.

Natürlich erwarten sie und die übrige Kaufmannschaft in der Kreisstadt gerade zum letzten verkaufsoffenen vierten Adventssamstag noch einmal einen kräftigen Schub in dieser umsatzstärksten Zeit des Jahres. „Wir haben beobachtet, dass vor allem in den früheren Nachmittagsstunden eine Menge los ist in der Innenstadt. Das ebbt dann später stark ab“, sagt Ohlmer.

Die Northeimer Kaufmannschaft, die sich an die Internet-Konkurrenz längst gewöhnt hat, rechnet wieder mit den Last-Minute-Käufern. Am Tag vor dem Fest und an Heiligabend fahren die wenigsten weiter weg, sondern suchen ihre restlichen Geschenke hier in der Stadt.

Die Verlagerung des Weihnachtsmarktes vom Markt auf den Münster hat nach Einschätzung der Stadtmarketing-Chefin eine positive Auswirkung auf die Resonanz.

Welche Geschenke besonders gefragt sind, vermag sie nicht zu sagen. „Ein Buch geht natürlich immer“ weiß sie aus eigener Erfahrung und widerspricht damit der Statistik, dass man Männern alles mögliche schenken könnte - nur halt kein Buch.

Im Trend weit vorn liegen wie schon seit Jahren Geschenke aus der Elektronikbranche. „Der Run auf die neuesten Smartphones ist ungebrochen groß“, bestätigt Klaus Borchert. Der Expert-Geschäftsführer bezieht das keineswegs nur auf die jüngere Käuferschicht.

Nahezu alle, die ein neues Gerät kaufen, wählen ein Smartphone - auch Ältere. „Danach kommt dann noch das Senioren-Handy mit besonders großen Tasten.“

Schickes und klangvolles Zubehör wie Kopfhörer bestimmter Marken stehen auf den Wunschlisten ebenfalls weit oben. Was im Moment laut Borchert fast gar nicht läuft, sind die großen Flachbildfernseher. Das liege am ständigen Preisverfall.

Bei den Jüngeren sind Dinge wie Spielekonsolen mit immer neuen Möglichkeiten beliebt. Auch ganz normale Haushaltsgeräte wie Kaffeeautomaten würden gut nachgefragt, sagt Borchert.

Düfte für sie oder ihn schneiden in der Beliebtheitsskala fast immer gut ab. Darüber freut sich Teamleiterin Angela Kappey von der HC-Parfümerie. Sie hat festgestellt, dass die Kunden - egal ob männlich oder weiblich - mit ganz bestimmten Vorstellungen in das Geschäft kommen und diesen Duft dann auch mitnehmen. „Bvlgari bei den Männern und Black Opium für die Frau gehen im Moment super!“

Von Hans-J. Oschmann

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