18 Telefonzellen und -säulen müssen weichen

Kaum Umsatz: Telekom baut in Northeim Telefonzellen ab

Northeim. Im Gebiet der Stadt Northeim will die Deutsche Telekom demnächst 18 Telefonzellen und Telefonsäulen abbauen.

Erhalten bleiben sollen nur die neun Fernsprecher, die einen monatlichen Umsatz von mehr als 50 Euro erwirtschaften. Das geht aus einer Verwaltungsvorlage der Stadt Northeim hervor.

Die Verwaltung kündigt darin an, dem Abbau zuzustimmen. Sie folge damit einer Empfehlung der kommunalen Spitzenverbände.

Den monatlichen Umsatz der Fernsprecher in den Ortschaften gibt die Telekom mit null Euro an. Die Telefone, die in der Kernstadt demontiert werden sollen, erreichen demnach weniger als 25 Euro Monatsumsatz.

Nach der Demontage der unrentablen Telefonzellen und -säulen wird es in den Ortschaften keine öffentlichen Fernsprecher mehr geben. Die verbleibenden stehen alle in der Kernstadt sowie eine auf dem Autohof an der Autobahn 7.

Der Abbau öffentlicher Telefon, die nicht den erforderlichen Umsatz für ihre Unterhaltung erwirtschaften, ist nach den Worten von Telekom-Pressesprecherin Stefanie Halle ein fortlaufender Prozess. „Grundsätzlich passen wir unseren Bestand an Telefonzellen fortlaufend dem Bedarf bei den Bürgern an.“ Sie verwies dabei auf den gesunkenen Bedarf an öffentlichen Fernsprechern infolge der weiten Verbreitung von Handys und Smartphones.

Statistisch kommen nach ihren Angaben auf jeden Einwohner der Bundesrepublik 1,4 SIM-Karten. Bundesweit gebe es noch 27 000 öffentliche Telefone.

Ob und wenn ja in welchen Städten und Gemeinden des Landkreises Northeim demnächst weitere Telefonzellen und -säulen demontiert werden sollen, vermochte sie allerdings nicht zu sagen. Bevor Fernsprecher abgebaut würden aber - wie jetzt Northeim - die betreffende Stadt oder Gemeinden informiert und um Zustimmung gebeten.

Rubriklistenbild: © Archivfoto: dpa

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