Bürgermeister hofft nun auf Neuauflage des Förderprogramms 

Kein Geld vom Bund für neue Schuhwallhalle

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Soll durch einen Neubau ersetzt werden: die Schuhwallhalle.

Northeim – Die Stadt ist bei dem Sportstättenförderprogramm des Bundes leer ausgegangen. Geld aus Berlin für den geplanten Neubau der Schuhwallhalle wird es nicht geben. Das hat Bürgermeister Simon Hartmann bestätigt.

„Das ist ein Schlag ins Kontor“, kommentierte Hartmann die vom Haushaltsausschuss des Bundestags getroffene Entscheidung. Dabei hob er die Unterstützung der beiden Bundestagsabgeordneten Roy Kühne (CDU) und Johannes Schraps (SPD) hervor. Vor allem Kühne hätte sich sehr für das Sporthallenprojekt stark gemacht, betonte der Bürgermeister. Die Absage sei vor allem deshalb enttäuschend, weil die Realisierung des Projektes sehr stark davon abhänge, ob es eine Unterstützung von dritter Seite gebe.

Die von der FDP in der Vergangenheit geäußerte Ansicht, dass der Antrag aussichtslos sei, weil vornehmlich Sanierungen und keine Neubauten gefördert werden sollen, wies Hartmann zurück. Dann hätte es im Vorfeld der Entscheidung andere Signale aus Berlin gegeben. Außerdem gehörten zu den 120 Projekten, die nun bundesweit gefördert werden, auch zahlreiche Neubauten.

Simon Hartmann (SPD), Northeimer Bürgermeister

Die Hoffnung sei da, dass das Sportstättenförderprogramm noch einmal aufgelegt werde und Northeim im dritten Anlauf zum Zuge komme, sagte Hartmann. Allerdings sei völlig offen, wann darüber entschieden werde, welche Projekte dann gefördert werden. Dabei betonte Hartmann, dass es zunächst dabei bleibe, dass die Planungen für die Halle weitergehen, obwohl absehbar sei, dass der Haushalt infolge der Corona-Krise in Schieflage gerät, weil die Steuereinnahmen wegbrechen.

Im Februar hatte der Stadtrat mit breiter Mehrheit beschlossen, das Architekturbüro Eling (Lippstadt) mit konkreteren Planungen der Halle zu beauftragen – auch um eine genauere Kostenaufstellung zu bekommen. Bisher gibt es nur einen Vorentwurf. Ferner war die Ausschreibung der Planung des Tragwerks und der technischen Ausrüstung der Halle sowie die nicht EU-weite Ausschreibung für Brandschutz und Bauphysik beschlossen worden.

Die reinen Baukosten für die neue Sporthalle sind mit acht Millionen Euro veranschlagt, mit allen übrigen Kosten steht ein Gesamtinvestitionsvolumen von 15 Millionen Euro im Raum. Der vom Architekturbüro Eling vorgelegte erste Entwurf lag deutlich über acht Millionen, war dann aber überarbeitet worden, sodass die vor dem Planungswettbewerb für die Schuhwallhalle vom Rat gesetzte Baukostenobergrenze von acht Millionen Euro eingehalten wurde.

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